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Autofahrer rast durch Fußgängerzone in Linden

Hannover. Nur durch Sprünge zur Seite haben sich mehrere Passanten in der Nacht zu Sonntag, 31. Mai, vor einem rücksichtslosen Autofahrer in Hannover-Linden in Sicherheit bringen können. Der Mann war mit einem BWM mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die dortige Fußgängerzone gerast. Das Fahrzeug stoppte anschließend nur wenige Meter vor einem Polizeibeamten, der den Fahrer zum Anhalten aufgefordert hatte.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Limmer fuhr der 18 Jahre alte Fahrer mit dem BMW in der Nacht zwei Mal verbotenerweise durch die Fußgängerzone der Limmerstraße.

Bei der ersten Fahrt gegen 01.30 Uhr beobachteten Mitarbeitende des Städtischen Ordnungsdienstes der Landeshauptstadt mehrere Passanten auf der zu diesem Zeitpunkt mit mehreren hunderten Menschen gut besuchten Limmerstraße, die sich durch Sprünge zur Seite in Sicherheit bringen mussten, um von dem Fahrzeug nicht erfasst zu werden. Ein Mitfahrer hinten rechts im Fahrzeug saß oder hing bei geöffnetem Fenster mit dem Oberkörper nach draußen und gestikulierte wild. Gegen 01.50 Uhr raste das Fahrzeug erneut durch die Straße. Dieses Mal filmte der Mitfahrer mit seinem Handy in der Hand aus dem Fenster.

Die zweite Fahrt endete, als ein Polizeibeamter und ein Mitarbeitender des Städtischen Ordnungsdienstes den Fahrer zum Halten aufforderten. Trotz der deutlichen Signale stoppte das Fahrzeug nur wenige Meter vor den Beamten. Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotener Kraftfahrzeugrennen eingeleitet. Zudem wurde sein Führerschein beschlagnahmt.

Die Polizei sucht nach Passanten, die zur Seite springen mussten. Auch Zeugen, die die Fahrten gefilmt haben, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Limmer unter Telefon 0511 109-3915 zu melden.


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