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Kontrollen in der Innenstadt: Polizei beschlagnahmt Drogen, ahndet Verkehrsverstöße und spricht Dutzende Platzverweise aus

Symbolfoto.

Hannover. In Zusammenarbeit mit dem Städtischen Ordnungsdienst der Landeshauptstadt Hannover haben die Polizeistation Raschplatz, das Polizeikommissariat Mitte sowie die Polizeiinspektion Besondere Dienste in der Nacht zu Sonntag, 28.06.2026, in der Innenstadt Kontrollen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen durchgeführt. Zahlreiche Straftaten sowie diverse Verstöße wurden konsequent geahndet. Zudem zeigte die Polizei sichtbar Präsenz, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.

Im Zentrum der Maßnahmen stand erneut die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität. Besonders im Fokus waren hierbei erneut die Bereiche Andreaestraße und Marstall. Hier beobachteten zivile Einsatzkräfte mehrfach den illegalen Handel mit Betäubungsmitteln. In drei Fällen nahmen die Beamten mutmaßliche Dealer im Alter von 19 bis 41 Jahren vorläufig fest, nachdem diese Marihuana, Kokain oder Haschisch um Verkauf angeboten oder übergeben hatten. Neben dem Verkauf an Passanten stellten die Fahnder zudem ein Drogendepot fest, in dem Ecstasy-Tabletten und Kokain versteckt waren. Eine Zuordnung zu einem Tatverdächtigen war hier zunächst nicht möglich. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen die Tatverdächtigen jeweils auf freien Fuß, erhielten jedoch Platzverweise.

Im Rahmen einer koordinierten Kontrolle der Andreaestraße durch Polizeikräfte überprüften die Beamten insgesamt 27 Personen. Dabei nahmen sie einen 22-jährigen Mann fest, gegen den ein Untersuchungshaftbefehl wegen schweren Raubes vorlag. Gegen eine mittlere zweistellige Anzahl an Personen, die bereits polizeilich im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität in Erscheinung getreten waren, sprachen die Einsatzkräfte Platzverweise aus.

Der Einsatzbereich "Gewerbe" führte unter anderem zu Kontrollen in verschiedenen Gastronomiebetrieben. In einem Restaurant an der Kurt-Schumacher-Straße leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf unerlaubten Aufenthalt in Verbindung mit illegaler Erwerbstätigkeit gegen einen 20-Jährigen ein. Zudem stellten die Kräfte Verstöße gegen das Schwarzarbeitsgesetz sowie weitere gewerberechtliche Unregelmäßigkeiten fest. An einem Kiosk in der Innenstadt beschlagnahmte die Polizei zudem Lachgas, da ein Verdacht auf Handel mit Substanzen gemäß dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz vorlag. In einem anderen Fall wurde dem Betreiber eines Lokals an der Joachimstraße gegen 2:20 Uhr eine laute Außenbeschallung mit Musik untersagt und die Sicherstellung der Musikanlage angedroht.

Auch im Bereich der Poser- und Tuningszene sowie der allgemeinen Verkehrssicherheit zeigten die Einsatzkräfte Präsenz. Neben mehreren Anzeigen aufgrund fehlenden Versicherungsschutzes, leiteten die Beamten Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Rotlichtverstößen und unnötiger Lärmbelästigung durch hochmotorisierte Fahrzeuge ein. In der Joachimstraße stoppten die Beamten zudem eine Autofahrerin, die unter Alkoholeinfluss stand. Ihr wurde die Weiterfahrt untersagt und der Fahrzeugschlüssel sichergestellt.

Die Polizeidirektion Hannover blickt auf einen erfolgreichen Einsatz zurück, bei dem durch das konsequente Einschreiten in den verschiedenen Deliktsbereichen ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit in der Landeshauptstadt geleistet wurde.

"Die deutlich sichtbare Präsenz der Polizei zeigt positive Effekte", erklärt Polizeihauptkommissar Hendrik Behrens, der den Schwerpunkteinsatz führte. "So verzeichneten die eingesetzten Kräfte trotz der starken Frequentierung der Innenstadt für einen Samstagabend deutlich weniger Rohheitsdelikte als üblich, was uns zugleich darin bestärkt, an unserem Konzept festzuhalten."


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