Region/Laatzen/Garbsen. Ein Erfolgsprojekt geht in die nächste Runde. Die Region Hannover verabschiedet die erste Gruppe spanischer Erzieherinnen, die erfolgreich den Anerkennungsprozess für ihre pädagogischen Abschlüsse durchlaufen haben. Gleichzeitig wird im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung die nächste Gruppe spanischer Fachkräfte willkommen geheißen, die ab Februar 2026 in den zweiten Durchgang startet.
Im ersten Durchgang begannen 14 Teilnehmerinnen. 12 erreichten das Ende des Prozesses, und voraussichtlich 11 werden ihre vollständige Anerkennung erhalten; die letzten praktischen Beurteilungen stehen kurz vor dem Abschluss. Der zweite Durchgang umfasst 15 Erzieher, darunter zwei Männer. Die Teilnehmenden leben in den ersten Monaten in Gastfamilien, absolvieren einen Berufssprachkurs und werden eng durch den Caritasverband begleitet, um sprachliche, fachliche und kulturelle Hürden konsequent abzubauen.
Über das Projekt „Holà Kita!“
Das Projekt „Holà Kita“ richtet sich an junge spanische Fachkräfte mit dem Hochschulabschluss „Grado en Educación Infantil“ oder „Maestro de Educación Infantil“, die in Deutschland eine berufliche Perspektive suchen. Nach einer Teilanerkennung als sozialpädagogische Assistenz arbeiten sie in Kindertageseinrichtungen der Region und absolvieren parallel einen Anpassungslehrgang, der zur vollen staatlichen Anerkennung als Erzieher*in führt. Ziel ist es, qualifizierte Fachkräfte dauerhaft für den regionalen Arbeitsmarkt zu gewinnen und den spürbaren Fachkräftemangel im Kita-Bereich zu reduzieren.
Die Teilnehmer werden hauptsächlich in Spanien rekrutiert, etwa über die Humboldt-Sprachschule in Barcelona, die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit sowie durch Zusammenarbeiten mit sieben Universitäten. Nach einem 600-stündigen Sprachkurs und dem Erreichen des B1-Niveaus reisen die Teilnehmergruppen nach Deutschland ein. Der Einsatz in den Partnerkommunen Garbsen, Laatzen und Isernhagen beginnt unmittelbar mit der Ankunft; gleichzeitig startet die weitere Deutschförderung. Die Anpassungsqualifizierung an der BBS Neustadt, Außenstandort Langenhagen, beginnt im Februar 2026 und endet im Januar 2027 mit der vollen Anerkennung.
Das Projekt verfolgt ein klares Ziel: Mindestens 70 Prozent der Teilnehmenden sollen im Anschluss an das Projekt in ein reguläres Arbeitsverhältnis in einer Kita der Partnerkommunen wechseln. Aus dem nun abgeschlossenen Jahrgang wird das nach aktuellem Stand auf zehn von zwölf Teilnehmerinnen zutreffen – eine Quote von 83,3 Prozent.
Finanziert wird „Hola Kita!“ im Zeitraum vom 1. November 2025 bis 31. Januar 2027 mit einem Gesamtvolumen von bis zu 115.922 Euro. Die Kosten tragen die Region Hannover (53.000 Euro) sowie die Kommunen Garbsen, Laatzen und Isernhagen (je 20.974 Euro).

