Barsinghausen. Frohsinn, Geselligkeit und jede Menge gute Laune – dafür stehen die ’99er Narren seit inzwischen mehr als einem Vierteljahrhundert. Gegründet am 15. Februar 1999 von acht Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Eckerde, hat sich die karnevalistische Gemeinschaft längst zu einem festen Bestandteil des örtlichen Vereinslebens entwickelt. Heute zählt die fünfte Abteilung der Feuerwehr rund 50 Mitglieder, die eines verbindet: die Liebe zum Karneval.
Seit ihrer Gründung richten die ’99er Narren jedes Jahr ihre große Karnevalsfeier aus – anfangs noch im kleinen Übungsraum der Feuerwehr, später in Gaststätten in Großgoltern und Nordgoltern. Bis 2020 wurde ganze 17 Mal in der Aula der Adolf-Grimme-Schule gefeiert. Nach der coronabedingten Pause folgte 2024 ein echtes Highlight: Zum 25-jährigen Jubiläum ging es ganz groß in den Zechensaal.
Zur diesjährigen Feier wurde bereits am Vortag die Aula der Adolf-Grimme-Schule bunt geschmückt. Dass hinter dem bunten Treiben viel Arbeit steckt, zeigt sich in der langen Vorbereitungszeit: Schon im Sommer 2025 begannen die Planungen, bei regelmäßigen Treffen wurde am Programm gefeilt, organisiert und überlegt, wie die Feier jedes Jahr noch ein bisschen besser werden kann.
Die ausverkaufte Halle wurde von Wolfgang Pardey und Andreas Bröder begrüßt. Moderiert wurde die Karnevalsfeier erneut von Holger Heine. Auf dem Programm standen dann die Tanzmariechen aus Ricklingen und Rainer Thon als „Der Therapeut“. Besonders stolz zeigte sich der Vorsitzende Pardey über Mina Bröder und Emma Zimmer. Die beiden jungen Tänzerinnen kommen aus dem Verein und standen mit ihren eigenen Tanznummern zum ersten Mal auf der Bühne. „Sogar ihre Kostüme haben sie selbst gestaltet“, so Pardey zum Nachwuchs der ’99er Narren. Für Begeisterung sorgten auch die Tanzgruppe aus Ricklingen, die Garde aus dem Partnerverein aus Apelern.
Zum ersten Mal wurden bei der Karnevalsfeier auch die besten drei Kostüme der Gäste prämiert.
Der Karneval ist für die ’99er Narren jedoch weit mehr als nur eine Party. Die Saison beginnt traditionsgemäß am 11.11. um 11:11 Uhr, ihren Höhepunkt erreicht sie mit der Karnevalsfeier, bevor am Aschermittwoch alles feierlich zu Grabe getragen wird. Dazu gehören auch Besuche befreundeter Karnevalsvereine, Teilnahmen an Umzügen in Hannover oder sogar Braunschweig sowie liebgewonnene Rituale.
Ein fester Termin ist auch in diesem Jahr wieder die Weiberfastnacht: Punkt 11:11 Uhr stürmen die Damen der ’99er Narren das Barsinghäuser Rathaus, um die Krawatte des Bürgermeisters zu erbeuten – und geben dabei gleichzeitig den Rathausschlüssel zurück, den sie zur Saisoneröffnung im November übernommen hatten. Am Aschermittwoch werden schließlich traditionsgemäß die Portemonnaies im Hausgraben des Ritterguts von Heimburg gewaschen, ein Kranz am Heimatstein in Eckerde niedergelegt und bei Hering und Pellkartoffeln in der Alten Schule Abschied vom Karneval genommen.
Eines ist dabei jedes Jahr sicher: Der Erhalt und die Förderung von Frohsinn und Geselligkeit gelingt den ’99er Narren mit viel Herzblut – und vor allem mit ganz viel Freude.
Angeführt wird die Narrenschar von Präsident Wolfgang Pardey, unterstützt von seinem Stellvertreter Andreas Bröder. Zum Vorstand gehören außerdem Maren Schwerdtfeger (Kassiererin), Roswitha Müller (Pressesprecherin), Holger Heine (Schriftführer), Joachim Bauer (stellvertretender Schriftführer) sowie die Beisitzer Kerstin Berling und Andreas Walzak.

