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Bildungspolitik im Fokus: Volles Haus bei Diskussion mit Christian Fühner

: v.l.n.r. Christian Fühner (bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion), Stefanie Behrends (CDU-Bürgermeisterkandidatin), Dirk-Christian Bötger (Vorsitzender der CDU Hüpede-Oerie). Foto: CDU Stadtverband Pattensen.

Pattensen. Auf Einladung der Bürgermeisterkandidatin Stefanie Behrends sprach der Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Fühner Mitte Mai mit Pattenser Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Menschen aus Bildungsberufen über aktuelle Bildungsthemen.

„Ich freue mich über die vielen Interessierten an dem in der öffentlichen Debatte häufig vernachlässigten, aber äußerst wichtigen Thema Bildung“, so Stefanie Behrends. Das Clubzimmer in der Gaststätte Bortfeld in Hüpede war bis auf den letzten Platz gefüllt. Behrends ergänzte: „Ich habe diesen Veranstaltungsort bewusst gewählt, da es in Hüpede viele besorgte Eltern gibt, wenn es um den Ganztag nach den Sommerferien am 13. August geht.“

Hüpede verfügt im Gegensatz zu den beiden weiteren Pattenser Grundschulen in Pattensen-Mitte und Schulenburg bislang über kein Ganztagsangebot, also keine Betreuung über den Mittag hinaus. Die Entscheidung darüber, welcher Träger die Betreuung an allen drei Schulen zukünftig übernehmen soll, wurde seitens der Stadt Pattensen bislang noch nicht getroffen. „Viele Eltern berichten mir, dass sie ihr Kind nicht für die Ganztagsbetreuung anmelden würden, solange noch nicht feststeht, wer die Betreuung überhaupt übernimmt. Eine Verlängerung der Anmeldefrist möchte die Stadt Pattensen allerdings nicht ermöglichen“, so Behrends weiter. Darüber hinaus ging es an dem Abend unter anderem um das Thema frühkindliche Bildung, das Fühner besonders am Herzen liegt. Der Vater eines einjährigen Sohnes und frühere Lehrer berichtete aus Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern in ganz Niedersachsen, dass viele Kinder bereits mit Problemen in die Schule kämen, die durch gute frühkindliche Förderung in Krippen und Kindergärten zumindest abgemildert werden könnten. Schule könne jedoch nicht alle gesellschaftlichen Herausforderungen allein lösen. Ein zugewandtes Elternhaus sei für Kinder unerlässlich. Die Regulierung von Medienzeiten müsse beispielsweise durch Eltern vorgegeben und vorgelebt werden. Kritisch äußerte sich Fühner zur Entscheidung der Landesregierung, 800 Millionen Euro für die Ausstattung mit iPads bereitzustellen. Sinnvoller wäre es seiner Ansicht nach gewesen, die Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes jeweils zur Hälfte für digitale Ausstattung in Eigenverantwortung der Schulen sowie für Schulsozialarbeit einzusetzen. Noch immer verfügten nicht alle Schulen über ausreichende Unterstützung durch Schulsozialarbeit. Durch Inklusion sowie zunehmende Sprachdefizite stünden Schulen vor immer größeren Herausforderungen und dürften von der Politik nicht allein gelassen werden. Aus diesem Grund setzt sich der Bildungspolitiker für verpflichtende Sprachtests bei allen vierjährigen Kindern ein, damit diese frühzeitig gefördert werden können und dem Unterricht in der Grundschule besser folgen können. „Wir können nicht akzeptieren, dass es Klassen gibt, in denen eine Vielzahl von Kindern aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse dem Unterricht nicht folgen kann“, so Fühner. Nach einer angeregten Diskussionsrunde, an der sich Fachkräfte aus Schulen und Kindertagesstätten sowie Eltern beteiligten, bedankte sich Behrends bei dem Gast aus Lingen, der ihr für die anstehende Bürgermeisterkandidatur viel Erfolg wünschte. Behrends kandidiert für die CDU bei der Kommunalwahl am 13. September.