Arnum. Die Bürgerinitiative (BI) „Wer Strassen sät, wird Autos ernten“ kritisiert die aktuellen Planungen der Stadt Hemmingen im Zuge der Sanierung der B3alt in Arnum. Anlass ist die geplante Fällung von sechs großen Robinien, die nach Angaben der Stadt im Rahmen der Baumaßnahme entfernt werden sollen. Eine Umplanung zugunsten des Erhalts der Bäume sei nicht möglich, heißt es laut BI aus der Verwaltung.
Nach Einschätzung der Bürgerinitiative würde sich mit dieser Maßnahme die ökologische Bilanz des Straßenbaus in Hemmingen weiter verschlechtern. Bereits die Rodung von 21 Linden an der Hiddestorfer Straße habe einen erheblichen Eingriff dargestellt. Alte, gewachsene Bäume ließen sich durch Ersatzpflanzungen nur sehr begrenzt kompensieren, betont die BI.
Die bislang vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen bewertet die Initiative als unzureichend. Im Rahmen der 15-jährigen Sanierung der B3alt seien lediglich 100 Neupflanzungen geplant, hinzu kämen 42 Jungbäume als Ersatz für die gefällten Linden. Aus Sicht der BI reiche dies bei weitem nicht aus, um den ökologischen Verlust auszugleichen. Stattdessen sei ein Ausgleichsverhältnis von mindestens 1:20 erforderlich.
Vor diesem Hintergrund fordert die Bürgerinitiative eine Neupflanzung von mindestens 500 Bäumen im Stadtgebiet. Dies wäre nach Ansicht der BI zumindest ein ernsthafter Versuch, den massiven Verlust an altem Baumbestand abzufedern und dem Anspruch Hemmingens als „Stadt im Grünen“ gerecht zu werden.

