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Europameister im Faustball: TuS-Talente tragen sich ins Goldene Buch ein

TuS Spartenleiter und Trainer Robert Hüper (v.l.), Spieler Mats Hermanns, Spieler Niklas Wollmann und Bürgermeister Marlo Kratzke. Quelle: Stadt Ronnenberg.

Ronnenberg. Acht Trainingseinheiten pro Woche, ein spannendes EM-Finale und ein gemeinsames Ziel: Niklas Wollmann und Mats Hermanns vom TuS Empelde haben mit der deutschen U21-Faustball-Nationalmannschaft den Europameistertitel gewonnen. Bürgermeister Marlo Kratzke würdigte die herausragende Leistung der beiden Nachwuchssportler und ihres Trainers Robert Hüper mit einer Einladung ins Rathaus.

„Während des Wettkampfes waren wir sehr selbstbewusst, im Finale haben es uns die Österreicher jedoch nicht leicht gemacht. Es war ein spannendes Match“, berichtet Mats Hermanns. Der Abwehrspieler spielt gemeinsam mit seinem Teamkollegen Niklas Wollmann in der U21-Faustball-Nationalmannschaft. Im August haben die beiden bei der Europameisterschaft in München den Titel gewonnen.

Eine solche Leistung verdient besondere Anerkennung. Deshalb lud Bürgermeister Marlo Kratzke die beiden Sportler und ihren Trainer Robert Hüper ins Rathaus ein. Dort trugen sich die Europameister ins Goldene Buch der Stadt Ronnenberg ein. „Hinter einem solchen Erfolg stecken viel Einsatz, Disziplin und ein starker Zusammenhalt. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Leidenschaft die Beiden ihren Sport betreiben. Zu dieser Leistung gratuliere ich ihnen und dem gesamten Team herzlich“, sagt Bürgermeister Marlo Kratzke.

Acht Trainingseinheiten pro Woche

Bis zum Titelgewinn war es ein langer Weg. Mit acht Trainingseinheiten pro Woche bereiteten sich die jungen Sportler intensiv auf das Turnier vor. Mannschaftstraining, individuelle Übungen und Laufeinheiten gehörten ebenso dazu wie die Arbeit am Zusammenspiel. Denn neben Technik und Kondition ist vor allem eines entscheidend: der Teamgeist.

„Bei Mannschaften, die auf diesem Niveau spielen, hängt der Sieg am Ende oft davon ab, wie gut die einzelnen Spieler als Team funktionieren“, erklärt Trainer Robert Hüper. Dass Faustball für ihn weit mehr als ein Hobby ist, zeigt sich auch ganz persönlich: Für jeden sportlichen Erfolg lässt er sich einen Stern auf die Wade tätowieren.

Familiäre Atmosphäre trotz sportlicher Konkurrenz

Das Finale verlangte den Spielern alles ab. „Nach dem Match haben wir unseren Erfolg bis in die frühen Morgenstunden gefeiert“, erzählt Niklas Wollmann. Was für ihn den Faustball neben dem sportlichen Ehrgeiz besonders macht, ist die Atmosphäre bei den Turnieren. „Natürlich sind wir beim Spiel erst einmal Gegner, aber die gesamte Faustballszene ist vor allem durch eine sehr familiäre Stimmung geprägt“, sagt der 20-Jährige.

Beide Spieler sind dem Sport schon seit vielen Jahren treu: Niklas Wollmann spielt seit zwölf Jahren, Mats Hermanns seit 14 Jahren Faustball. Neben dem Sport stehen allerdings auch andere Aufgaben an. Mats bereitet sich auf das Abitur vor, Niklas arbeitet als Tischler. Der Trainings- und Wettkampfalltag bleibt für beide dennoch ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.

Das nächste Ziel

Nach dem Europameistertitel ist die Motivation ungebrochen. Ein weiteres großes Ziel ist bereits in Sicht: 2029 finden die World Games in Karlsruhe statt. Dort treten Sportarten an, die nicht zum olympischen Programm gehören. Für Faustballer ist das Turnier eines der bedeutendsten internationalen Ereignisse.

Ob die beiden Talente dann erneut einen großen Titel feiern können, wird sich zeigen. Mit ihrem Europameistertitel haben Mats Hermanns und Niklas Wollmann bereits bewiesen, was mit Ehrgeiz, Trainingsfleiß und starkem Teamgeist möglich ist. Für Ronnenberg ist ihr Erfolg ein schöner Anlass, zwei engagierte Sportler aus den eigenen Reihen zu feiern.