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„Für gesamt Wennigsen!": Wahlprogramm zur Kommunalwahl am 13. September vorgestellt

Mitglieder der Wählergruppe „Für gesamt Wennigsen!": Jens Offenhausen (v.l.), Katrin Offenhausen, Markus Hugo, Britta Fink, Volker Püschel, Carsten Fink und Bürgermeisterkandidat Daniel Stein.

Wennigsen. Zur Kommunalwahl am 13. September hat die Wennigser Wählergruppe „Für gesamt Wennigsen!" ihr Programm vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Frage, was das Leben der Menschen in der Gemeinde konkret verbessert – in allen Ortsteilen gleichermaßen. Vor der Programmvorstellung, kam aber noch eine Namensanpassung.

Die Wählergruppe „Für gesamt Wennigsen!" nannte sich zur Gründung noch „Für Wennigsen!“. Um eine Verwechslung mit einer ähnlich klingenden Wählergruppe zu vermeiden, folgte nun eine kleine Namensanpassung. „Wir halten das für kein großes Thema, sind darauf aber angesprochen worden und da unser Fokus auf allen Ortsteilen liegt, erfolgte die kleine Anpassung“, erklärte Markus Hugo für die Wählergruppe bei einem Treffen in Holtensen.

Viel wichtiger sei der Gruppe das Wahlprogramm, dass die mittlerweile rund 20 Mitglieder gemeinsam ausgearbeitet haben. Mehrere Punkte sind zusammengekommen, die alle ineinandergreifen, um Wennigsen besser zu machen. „Gestalten statt verwalten und Verantwortung zurück nach Wennigsen holen, so beschreiben die Mitglieder ihre Pläne für Wennigsen. Für bessere Lösungen vor Ort, wolle man auch über den Tellerrand schauen. „Unser großer Vorteil ist, wir gehören keiner Partei mit entsprechender Ideologie und Richtung an“, so Britta Fink, „Wir sind alles Bürger, die etwas zum Besseren verändern möchten.“ Daniel Stein, Bürgermeisterkandidat der Gruppe, freut sich über das große engagierte Team: „Es ist toll, wie schnell die Gruppe gewachsen ist und welche Ideen zusammengekommen sind – für alle Ortsteile.“ Gerne nimmt die Wählergruppe Ideen aus der Bevölkerung mit auf. Dafür sind ab jetzt diverse Gespräche und Termine geplant.

Ein Überblick über das Wahlprogramm:

Älter werden in Würde

Dies gelte von Klein bis Groß. Es beginnt von der ärztlichen Versorgung für Kinder bis zu deren Betreuung. Die Gruppe kritisiert, dass es keinen Kinderarzt in Wennigsen gibt, weshalb weite Fahrwege nötig seien. Auch Wohnortnahe Versorgungsstrukturen, neue Wohnformen für selbstbestimmtes Leben im Alter und eine bessere Vernetzung von Pflege- und Betreuungsangeboten sind zentrale Anliegen. Nahversorgung und erreichbare medizinische Angebote sollen dabei ebenso gesichert werden wie soziale Teilhabe.

Solide Finanzen und aktive Wirtschaftsförderung

Das Programm setzt auf aktive Gewerbeansiedlung, schnelle Entscheidungsprozesse und eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Investitionen sollen gezielt dort erfolgen, wo sie nachhaltig wirken. Kurzfristige Maßnahmen sollen durch langfristige Planung ersetzt werden. „Die finanzielle Lage von Wennigsen ist schlecht“, so die Gruppe, „Da muss man genauer hinschauen und gezielter hinschauen und auch nachsteuern und es nicht einfach laufen lassen.“

Familie, Kinder und Bildung

Angesichts der angespannten Versorgungslage bei Kinderärzten will die Gruppe aktiv auf die Region zugehen, um einen Kinderarzt für Wennigsen zu gewinnen. Für Kitas wird eine dynamische Bedarfsanalyse angestrebt, für Schulen echte Qualität beim Ganztag – mit schneller Evaluation und konkreten Verbesserungen noch im laufenden Schuljahr. „Wir möchten die Vereine stärker mit einbinden, damit der Ganztag auch eine gute Qualität hat“, so Britta Fink.

Krisenresilienz und Sicherheit

Hochwasserschutz, Klimaanpassung und eine gezielte Spezialisierung der Ortsfeuerwehren – etwa für Hochwasser, Waldbrand oder Höhenrettung – stehen im Fokus. Ein gepflegtes Ortsbild und gestärktes Gemeinschaftsgefühl sollen zusätzlich zum Sicherheitsempfinden beitragen. „Unser Ziel: Eine Gemeinde, die nicht erst reagiert, wenn etwas passiert – sondern vorbereitet ist.“

Jugend und Perspektiven

Eine „Wennigser Woche" als digitale Ausbildungs- und Berufsorientierungsplattform, eine stärkere Nutzung sozialer Medien sowie der Ausbau des Jugendparlaments als echte Beteiligungsplattform sollen junge Menschen in Wennigsen halten und einbinden. Auch Freizeitangebote gehören dazu: z.B. Ideen für Kino, Veranstaltungen, Gaming-Angebote. Wichtig sei auch Unterstützung bei Praktikas usw.

Bauen, Wohnen und Ortsentwicklung

Das Programm setzt auf eine Kombination aus Neubau und Nachverdichtung. Flächen sollen sinnvoll genutzt, Versiegelung vermieden werden. Für den Kernort werden Lösungen rund um die Klosterkammer sowie faire Pacht- und Entwicklungsmodelle angestrebt. „Wir brauchen für Wennigsen ein schlaues Wohnort-Management, damit ältere Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, aber auch junge Familien entsprechenden Wohnraum finden können“, erklärt Markus Hugo.

Nahversorgung, Verwaltung und Mobilität

Die Sicherstellung einer guten Nahversorgung in allen Ortsteilen – auch durch Gespräche mit Supermarktketten und Prüfung von Lieferdiensten – ist ebenso ein Thema wie eine bürgernähere Verwaltung mit besserer Erreichbarkeit, echter Digitalisierung und kurzen Dienstwegen. Bei Mobilität und Infrastruktur sollen Baustellenplanung und Verkehrsfluss verbessert sowie eine zweite Grüngutannahmestelle eingerichtet werden.

Klima, Kultur und Zusammenleben

Technologieoffenheit und ein breiter Energiemix kennzeichnen den Klimaansatz. Im Bereich Kultur und Sport setzt das Programm auf Leuchtturmprojekte mit breiter Wirkung und die langfristige Entwicklung moderner Sportzentren.

Abschließend erklärt die Gruppe: „Wir möchten zuhören, handeln, transparent sein und stetig informieren. Für alle Ortsteile. Für die Zukunft. Für Wennigsen.“

Weitere Informationen gibt es unter https://www.für-wennigsen.de/.