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Ganztag 2026: Gemeinde stellt mit Schulleitungen die Weichen für den Start

Symbolfoto. Quelle: pixabay.

Wennigsen. Am 20. November 2025 hat der Rat der Gemeinde Wennigsen in Abstimmung mit den Leitungen der beiden Grundschulen beschlossen, zur Umsetzung des gesetzlichen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab dem 1. August 2026 den Ganztagsbetrieb an der Grundschule Bredenbeck und der Grundschule Wennigsen für alle Jahrgänge (Klassen 1 bis 4) an fünf Tagen pro Woche zu fördern. Mit dem Ganztag setzt die Gemeinde eine gesetzliche Vorgabe des Landes um und schafft zugleich ein verlässliches Betreuungsangebot für alle Grundschulkinder.

Die entsprechenden Anträge wurden laut Verwaltung fristgerecht beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) eingereicht und inzwischen positiv beschieden. Grundlage hierfür waren die jeweiligen Ganztagskonzepte der beiden Schulen: Die Grundschule Bredenbeck hat sich für den offenen Ganztag entschieden, die Grundschule Wennigsen bietet künftig einen teilgebundenen Ganztag an. Das Betreuungsangebot umfasst neben der Betreuung während des Schulbetriebs auch Ferien- und Randzeitenangebote.

Seit Anfang dieser Woche steht fest, welche Kooperationspartner die beiden Grundschulen bei der Umsetzung des Ganztagsangebots unterstützen werden. Nach einem europaweiten Vergabeverfahren mit Teilnahmewettbewerb übernimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. aus Hannover die Ganztagsbetreuung an der Grundschule Bredenbeck. Kooperationspartner der Grundschule Wennigsen wird die DRK-Kinder- und Jugendhilfe in der Region Hannover.

Schulträger und Schulleitungen freuen sich, für beide Standorte erfahrene Partner in der Ganztagsbetreuung gewonnen zu haben. Erste Abstimmungsgespräche haben bereits stattgefunden, und die konkrete Planung wurde gemeinsam von Schulen, Schulträger und Kooperationspartnern aufgenommen.

Aktuell läuft noch das Vergabeverfahren für den Caterer, der künftig die Mittagsverpflegung an den Schulen sicherstellen wird.

In den vergangenen Monaten hat die Gemeinde umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um einen erfolgreichen Start in den Ganztag zu gewährleisten. Da mit dem Ganztag ein neues System der Betreuung an den Grundschulen eingeführt wird, wurden Eltern frühzeitig in mehreren Informationsveranstaltungen an beiden Schulstandorten über die Veränderungen informiert. Gemeinsam mit den Schulen wurden offene Fragen aufgegriffen und die Planungen fortlaufend konkretisiert.

Die bisherigen Hortplätze konnten die Nachfrage bereits seit Jahren nicht mehr vollständig decken. Der Ganztag schafft deshalb zusätzliche Kapazitäten und mehr Planungssicherheit für Familien.

An den Standorten Bredenbeck und Wennigsen werden aktuell die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, damit die Mittagsverpflegung bis zur Fertigstellung der neuen Schulgebäude kindgerecht und in angemessenem Rahmen erfolgen kann. In Bredenbeck finden die erforderlichen Umbaumaßnahmen im bestehenden Schulgebäude statt. In Wennigsen wird das bisherige Hortgebäude zu einer Übergangsmensa umgebaut.

Mit Ablauf des 31. Juli 2026 endet zugleich ein bedeutendes Kapitel der Kinderbetreuung in Wennigsen: Die Horte an den Standorten Bredenbeck und Wennigsen schließen ihre Türen. Die Einrichtungen genießen aufgrund ihrer hervorragenden pädagogischen Arbeit seit vielen Jahren eine hohe Wertschätzung.

Für Bürgermeister Ingo Klokemann war deshalb früh klar, dass die Einführung des Ganztags nicht zulasten der Beschäftigten erfolgen darf. In zahlreichen Gesprächen wurden gemeinsam mit den Mitarbeitern individuelle Perspektiven entwickelt. Allen Beschäftigten, die ihre berufliche Zukunft weiterhin bei der Gemeinde Wennigsen gestalten wollten, konnte eine neue Aufgabe innerhalb der Gemeindeverwaltung angeboten werden, so die Gemeindeverwaltung.

Die bisherigen Hortmitarbeiter bringen wertvolle pädagogische Erfahrung, Fachwissen und langjährige Kenntnisse in der Arbeit mit Kindern und Familien mit. Diese Kompetenzen werden auch künftig an vielen Stellen innerhalb der Gemeinde benötigt. Die Mitarbeiter übernehmen daher Aufgaben in Kindertagesstätten, der Jugendpflege sowie in Einzelfällen in anderen Bereichen der Gemeindeverwaltung. Dort übernehmen sie Aufgaben in Bereichen, in denen bereits Personalbedarfe und offene Stellen bestehen. Die Umstellung auf den Ganztag führt damit nicht zu einem Personalaufbau innerhalb der Gemeindeverwaltung. Vielmehr gelinge es so, die vorhandene Fachkompetenz zu erhalten und gleichzeitig bestehende Bedarfe insbesondere in den Kindertagesstätten und der Jugendpflege zu decken.

Der gesamte Prozess wurde nach Aussage der Verwaltung eng begleitet. Dabei standen die Wünsche der Mitarbeiter ebenso im Mittelpunkt wie die künftigen Bedarfe der Gemeinde. Kündigungen im Zusammenhang mit der Einführung des Ganztags habe es nicht gegeben.

Der Ganztagsbetrieb startet an beiden Grundschulen bereits mit der Ferienbetreuung ab dem 3. August 2026. Die Anmeldungen hierfür liegen inzwischen vor. Dadurch können erste Erfahrungen mit den neuen Abläufen und der Zusammenarbeit der Beteiligten bereits vor Beginn des neuen Schuljahres gesammelt werden.

Bürgermeister Ingo Klokemann: „Mit der Einführung des Ganztags schaffen wir ab August 2026 ein verlässliches Betreuungsangebot für alle Grundschulkinder in unserer Gemeinde. Gemeinsam mit den Schulen und unseren Kooperationspartnern haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Kinder und Familien gut vorbereitet in dieses neue Angebot starten können.“

Erste Gemeinderätin Jacqueline Gebauer: „Unsere Hortmitarbeitenden haben über viele Jahre hervorragende pädagogische Arbeit geleistet. Es war uns wichtig, diesen Übergang gemeinsam und wertschätzend zu gestalten. Umso mehr freut es mich, dass wir für die Beschäftigten individuelle Lösungen finden und viele persönliche Wünsche berücksichtigen konnten.“