Gehrden. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Gehrden wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien und Wählergemeinschaften. (Teil 3/7)
Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Gehrden auch um einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien verschiedene Fragen gestellt.
Nicht alle Parteien haben innerhalb der Frist auf die Fragen reagiert.
Welche freiwillige Leistung der Stadt würden Sie auch in einer finanziell schwierigen Lage unbedingt erhalten wollen?
Grüne: „Alle Leistungen, die den sozialen Zusammenhalt stärken, Kinder und Jugendliche unterstützen: Jugendarbeit, Bibliotheken, Spielplätze, Musikschule, Seniorenarbeit, Soziale Beratungsstellen, Sportstätten- Zuschüsse, kulturelle Angebote Delfi-Bad, JUPA.“
FDP: „Kommunale Jugendarbeit sollte unbedingt erhalten bleiben. Sie bietet Kindern und Jugendlichen Freizeit-, Sport-, Ferien- und Beratungsangebote. Zuschüsse an Sportvereine, dabei sind die Sportvereine in den Ortschaften zu bevorzugen, weil diese oft ums Überleben kämpfen.“
Die Linke: „Schwimmbäder und Sporthallen, sind, über den Schulsport hinaus, rechtlich freiwillige Leistungen. Die Stadtbibliothek ist eine freiwillige Leistung, genauso die Frauenberatungsstelle. Darauf kann natürlich nicht verzichtet werden.“
SPD: „Unbedingt erhalten wollen wir die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. Sie schafft Bildungschancen, gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt. Dazu gehören auch die Unterstützung des Jugendparlaments, der Vereine und ehrenamtlich getragener Angebote. Gerade in schwierigen Zeiten dürfen wir die sozialen Strukturen, die unsere Stadt tragen, nicht kaputtsparen.“
CDU: „Unverzichtbar sind Angebote für Kinder, Jugendliche, Senioren und Vereine. Sie stärken den Zusammenhalt und die Teilhabe. Auch in schwierigen Zeiten müssen Sportförderung, Jugendarbeit und kulturelle Basisangebote erhalten bleiben, da sie das soziale Fundament unserer Stadt bilden. Dazu gehören für uns insbesondere starke Vereine und Ehrenamt, moderne Freizeitangebote sowie Dorfgemeinschaftshäuser als Orte des Miteinanders. Auch die Neuerrichtung der Festhalle als zentraler Begegnungsort ist uns wichtig.“
UWG: „Als UWG sehen wir im Delfi-Bad eine freiwillige Infrastruktur mit gesamtgesellschaftlichem Wert, die sich nicht allein durch Eintrittsgelder und Pachten finanzieren lässt. Eine Schließung wäre für Gehrden ein schwerer Verlust: Schwimmunterricht wäre nicht mehr vor Ort möglich, der DLRG würden Trainingsmöglichkeiten fehlen und für den Schulsport entstünden zusätzliche Wege und Transportkosten. Auch Freizeitwert und Lebensqualität sprechen für den Erhalt des Bades.“ Die UWG reichte Ihre Antworten erst nach der Abgabefrist nach.

