Anzeige
Anzeige

Mehr Toiletten und größere Mensa - Ratsherren fordern Verbesserungen an der ERS

Ernst-Reuter-Schule (ERS) in Egestorf.

Barsinghausen/Egestorf. Die Ratsherren Karl-Heinz Tiemann (SPD) und Max Matthiesen (CDU) haben einen gemeinsamen Antrag zur Verbesserung der Sanitärversorgung und zur Erweiterung der Mensa an der Ernst-Reuter-Schule (ERS) in Egestorf eingebracht. Ziel ist es, die Bedingungen für Schüler im Zuge des Ganztagsausbaus kurzfristig zu verbessern.

Der Antrag wird im kommenden Ausschuss für Hoch- und Tiefbau (5. Februar) beraten und sieht sowohl bauliche Prüfungen als auch konkrete Umsetzungsschritte vor.

Zusätzliche Toilettenanlage geplant

Die Verwaltung soll unverzüglich mit der Planung einer zusätzlichen Toilettenanlage beginnen. Vorgesehen ist eine barrierefreie Sanitäreinrichtung für Mädchen und Jungen, entweder als Anbau an die bestehende Anlage oder als neue Lösung im Bereich des Schulgebäudes oder der Mensa.

Bis zum 7. Mai 2026 soll dem Rat eine Beschlussvorlage mit Standortvorschlägen, Kostenschätzung und möglichen Fördermitteln vorgelegt werden. Die Fertigstellung der neuen Toilettenanlage ist spätestens bis zum Ende der Herbstferien 2026 vorgesehen.

Mangelhafte Sanitärversorgung belastet den Schulalltag

Hintergrund des Antrags ist die aktuelle Situation an der Grundschule mit rund 280 Schülerinnen und Schülern. Die bestehende Sanitärversorgung gilt laut Antragstellern als deutlich unzureichend und entspricht nicht den empfohlenen Standards.

Insbesondere in den Pausen komme es zu langen Wartezeiten, zudem liegt die Toilettenanlage räumlich weit entfernt vom Altbau. Mit dem Ausbau des Ganztagsbetriebs, bei dem Kinder künftig bis zu acht Stunden täglich in der Schule verbringen, könnte sich die Situation weiter verschärfen.

Mensa soll erweitert werden

Neben den Toiletten ist eine Erweiterung der Mensa vorgesehen. Derzeit bietet die Mensa Platz für rund 80 Kinder, obwohl etwa 160 der Schülerinnen und Schüler am Mittagessen teilnehmen. Dies führe zu einem mehrschichtigen Essenssystem mit organisatorischen Problemen und eingeschränkter Pausenqualität.

Geprüft werden sollen unter anderem bauliche Erweiterungsmöglichkeiten in Richtung des vorderen Schulhofs, eine Anbindung an die bestehende Mensa sowie zusätzliche multifunktionale Flächen für Aufenthalt, Veranstaltungen und Ganztagsangebote.

Multifunktionale Räume und bessere Schulorganisation

Eine größere Mensa könnte laut Antrag auch neue Nutzungsoptionen eröffnen, etwa als Aufenthalts- oder Veranstaltungsbereich. Zudem könnten Unterrichts-, Pausen- und Ganztagszeiten räumlich besser getrennt werden, was pädagogisch als sinnvoll bewertet wird.

Ganztagsausbau als zentraler Hintergrund

Der Antrag knüpft an Ergebnisse eines Strategieworkshops zur Zukunft des Schulstandorts an. Langfristig ist eine umfassende Sanierung beziehungsweise ein Neubau des Schulgebäudes vorgesehen, wofür ein zweistelliger Millionenbetrag eingeplant ist. Bis zur Umsetzung dieser Maßnahmen soll die beantragte Erweiterung als Zwischenlösung dienen.

Fördermöglichkeiten sollen geprüft werden

Im Rahmen des Ganztagsausbaus sollen mögliche Förderprogramme geprüft werden, um die geplanten Maßnahmen finanziell zu unterstützen. Die Verwaltung soll dem Rat Varianten, Kosten und einen Zeitplan für die Umsetzung ab 2026 vorlegen.