Barsinghausen. Bereits zum dritten Mal haben am Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG) die Nachhaltigkeitstage stattgefunden. Dabei entwickelten Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler eigenständig Projekte für die Jahrgänge 5 bis 10 und setzten diese gemeinsam mit den jüngeren Schülerinnen und Schülern um. Unter dem Motto „Global denken, lokal handeln“ stand in diesem Jahr besonders die Region Barsinghausen im Mittelpunkt.
Ausgangspunkt der insgesamt 57 Projekte waren die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Themen wie „Kein Hunger“, „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ oder „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ wurden dabei auf unterschiedliche Weise aufgegriffen. Die Inhalte der Projekte wurden nicht von den Lehrkräften vorgegeben. Stattdessen planten die Oberstufenschülerinnen und -schüler die Angebote eigenständig in Kleingruppen und übernahmen anschließend auch deren Durchführung. Dabei stärkten sie neben ihrem Fachwissen zugleich ihre Organisations- und Planungskompetenzen.
Regionaler Bezug stand im Mittelpunkt
Nachdem die Projekttage bereits in den Jahren 2023 und 2024 erfolgreich durchgeführt worden waren, legte das HAG den Schwerpunkt diesmal noch stärker auf die Heimatregion. Viele Projekte beschäftigten sich mit Barsinghausen und den Bördedörfern. Bei der Vorbereitung wurden die Schülerinnen und Schüler von 15 Expertinnen und Experten aus der Kommune unterstützt, die ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen einbrachten.
57 Projekte für mehr als 850 Schülerinnen und Schüler
An den beiden Projekttagen am 26. und 30. Juni herrschte reges Treiben auf dem Schulgelände und an zahlreichen außerschulischen Lernorten. Insgesamt planten 258 Oberstufenschülerinnen und -schüler 57 Projekte für 856 Teilnehmende aus den Jahrgängen 5 bis 10.
Die Bandbreite der Themen war groß: Es wurden nachhaltige Kosmetikprodukte hergestellt, alte Hosen zu Taschen upgecycelt, Insektenhotels und Nistkästen gebaut sowie solarbetriebene Modellautos konstruiert. Andere Gruppen beschäftigten sich mit nachhaltigem Kochen und Backen, dem Fermentieren von Lebensmitteln, Fairness im Alltag oder den Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz.
Auch außerhalb der Schule waren zahlreiche Gruppen unterwegs. So wurden Nistkästen in einem Seniorenheim aufgehängt, das Besucherbergwerk Barsinghausen besichtigt, Bauernhöfe besucht und Gewässer auf Schadstoffe untersucht. Mehrere Gruppen unternahmen Wanderungen im Deister und beschäftigten sich dabei mit Natur- und Umweltthemen.
Unterstützung durch Schule und Land
Koordiniert wurden die Nachhaltigkeitstage von einer gemeinsamen Planungsgruppe aus Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt durch das Förderprogramm „Förderung von demokratischer Beteiligung von Schülerinnen und Schülern in der Schule und ihrem gesellschaftlichen Umfeld“ des Niedersächsischen Kultusministeriums.

