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Neue Feuerwehrverordnung - Feuerwehr Barsinghausen investiert in neue Kennzeichnungen und Kleidung

Stadtbrandmeister Philip Prinzler.

Barsinghausen. Seit dem 11. April 2025 ist die neue Feuerwehrverordnung in Kraft. Auch die Stadtfeuerwehr Barsinghausen setzt sich seitdem intensiv mit den Vorgaben auseinander und hat bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Stadtbrandmeister Philip Prinzler spricht von einem laufenden Prozess, bei dem sowohl organisatorische als auch sichtbare Änderungen vorgenommen werden.

Erste sichtbare Anpassungen

Zu den unmittelbar umgesetzten Maßnahmen gehörte die farbliche Anpassung der Westen für Fahrzeugführer. Allein diese Änderung verursachte innerhalb der Stadtfeuerwehr Kosten in Höhe von rund 3.500 Euro.

Auch die Helmkennzeichnungen der Führungskräfte wurden leicht überarbeitet, um den neuen Vorgaben zu entsprechen.

Modulare Grundausbildung mit mehr Gestaltungsspielraum

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung. Die bisherige Grundausbildung wurde zur sogenannten „modularen Grundlagenausbildung“ weiterentwickelt. Abläufe und Verfahrensweisen wurden punktuell angepasst.

Für die Verantwortlichen bedeutet das unter anderem mehr Freiraum bei der Gestaltung einzelner Ausbildungsinhalte, während gleichzeitig landesweit einheitliche Standards eingehalten werden.

Drei Stufen bis zur Truppführer-Eignung

Neu strukturiert wurde auch der Weg zur Truppführer-Eignung. Künftig gibt es drei Qualitätsstufen:

- QS1: Erlangung der Einsatzfähigkeit (Grundlehrgang)

- QS2: Truppmitglied

- QS3: Truppführender auf Regionalebene

Die Stufen QS1 und QS2 werden innerhalb des Stadtgebietes absolviert. Erst die dritte Qualifikationsstufe erfolgt auf übergeordneter Ebene.

Geänderte Beförderungsrichtlinien und neue Dienstgrade

Auch bei Beförderungen gibt es Neuerungen. Künftig wird stärker zwischen sogenannten Regelfunktionen und festgelegten Mindestzeiten unterschieden. Zudem wurden einzelne Dienstgradbezeichnungen angepasst.

In Barsinghausen ist die Umstellung der Dienstgrade zum 1. April 2026 geplant. Dafür rechnet die Stadt mit Kosten im unteren fünfstelligen Bereich.

Neue Uniformen in Planung

Eine größere finanzielle Herausforderung stellt die geplante Umstellung der Uniformen dar. Diese sollen moderner geschnitten sein und einen verbesserten Tragekomfort bieten. Zwar besteht keine unmittelbare Pflicht zur Umstellung, doch aufgrund der Marktsituation werden die Kommunen laut Prinzler wechseln müssen.

„Für Barsinghausen wird in den kommenden Jahren mit Investitionen zwischen 200.000 und 250.000 Euro gerechnet“, so Prinzler weiter.

Schrittweise Umsetzung

Stadtbrandmeister Philip Prinzler betont, dass die Umsetzung der Verordnung ein fortlaufender Prozess sei. Seit Inkrafttreten im April 2025 seien bereits wichtige Anpassungen erfolgt, weitere Schritte würden folgen. Ziel bleibe es, die Feuerwehr organisatorisch zukunftssicher aufzustellen und gleichzeitig die Einsatzfähigkeit auf hohem Niveau zu halten