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Neuer Brandschutzbedarfsplan soll Feuerwehr in Barsinghausen bis 2032 stärken

Feuerwehr Barsinghausen.

Barsinghausen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Barsinghausen soll auch in den kommenden Jahren leistungsfähig und zukunftssicher aufgestellt bleiben. Mit dem neuen Brandschutzbedarfsplan für die Jahre 2027 bis 2032 legt die Stadtverwaltung nun eine umfassende Grundlage für die weitere Entwicklung des Brandschutzes und der Hilfeleistung im Stadtgebiet vor. Über den Plan beraten zunächst die politischen Gremien, bevor der Rat darüber entscheiden soll.

Leitfaden für die kommenden Jahre

Der bisherige Brandschutzbedarfsplan galt für die Jahre 2021 bis 2026. Nach dessen Ablauf wurde das Konzept umfassend überarbeitet und neu strukturiert. Der neue Plan behandelt unter anderem die Bereiche Personal, Fahrzeuge, Gebäude, Ausrüstung, Löschwasserversorgung, interkommunale Zusammenarbeit und Finanzierung. Ergänzt wird er durch Übersichten zu besonderen Gefahrenlagen in den einzelnen Ortsteilen sowie Steckbriefe der Ortsfeuerwehren.

Nach den Vorgaben des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes ist die Stadt verpflichtet, den Brandschutz und die Hilfeleistung sicherzustellen und dafür eine den örtlichen Anforderungen entsprechende Feuerwehr vorzuhalten. Der Brandschutzbedarfsplan dient dabei als fachliche Grundlage, um bestehende Strukturen zu bewerten und künftige Entwicklungen zu planen.

17 Ortsfeuerwehren für 18 Ortsteile

Die Freiwillige Feuerwehr Barsinghausen ist in 17 Ortsfeuerwehren organisiert und betreut ein Stadtgebiet mit rund 36.500 Einwohnern auf einer Fläche von etwa 103 Quadratkilometern. Nach Einschätzung der Verfasser hat sich die bestehende Struktur aus Schwerpunkt-, Stützpunkt- und Grundausstattungsfeuerwehren bewährt.

Für das Jahr 2025 weist die Statistik insgesamt 610 aktive Feuerwehrmitglieder aus. Hinzu kommen 201 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren sowie 212 Kinder in den Kinderfeuerwehren. Die Einsatzfähigkeit sei in allen Ortsteilen gewährleistet. In den 17 Ortsfeuerwehren der Stadt Barsinghausen sind aktuell 37 Fahrzeuge im Einsatz. Zusätzlich stehen in Großgoltern noch ein Küchenwagen der Region Hannover und in Nordgoltern ein Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF-KatS) zur Verfügung.

Herausforderungen bleiben bestehen

Trotz der positiven Bilanz zeigt der Plan verschiedene Aufgabenfelder für die kommenden Jahre auf. Dazu zählen insbesondere die Sicherung der Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften, die Gewinnung neuer Mitglieder, die Unterstützung des Ehrenamts sowie die Weiterentwicklung der Fahrzeug- und Ausstattungskonzepte.

Auch bei den Feuerwehrhäusern sieht die Stadt Handlungsbedarf. Auf Grundlage gemeinsamer Begehungen durch Verwaltung und Stadtfeuerwehrführung wurden die Gebäude bewertet und Entwicklungsbedarfe identifiziert. Darüber hinaus sollen Themen wie Einsatzstellenhygiene, Kommunikationstechnik, Spezialausrüstung und die langfristige Sicherung der Löschwasserversorgung weiter vorangetrieben werden.

Gemeinsam erarbeitet

Die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Stadtfeuerwehrführung. In den Jahren 2024 und 2026 wurden sämtliche Feuerwehrhäuser gemeinsam besucht, Herausforderungen vor Ort aufgenommen und mit den Verantwortlichen besprochen. Zusätzlich waren Arbeitsgruppen insbesondere bei Fragen zur Fahrzeugkonzeption und Ausstattung eingebunden.

Die Verwaltung betont, dass der Plan keine automatische Freigabe für konkrete Bau- oder Beschaffungsmaßnahmen darstellt. Vielmehr dient er als fachliche Grundlage für zukünftige Entscheidungen und Priorisierungen. Finanzielle Maßnahmen müssen weiterhin gesondert beschlossen und in den jeweiligen Haushalten berücksichtigt werden.

Mit dem neuen Brandschutzbedarfsplan will die Stadt Barsinghausen die Voraussetzungen schaffen, um den Brandschutz und die Hilfeleistung auch in den kommenden Jahren zuverlässig und bedarfsgerecht sicherzustellen.