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Protestaktion gegen neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld

Foto: privat.

Groß Munzel. Mit roten Kreuzen protestieren Bürgerinitiativen entlang der geplanten Bahnstrecke zwischen Hannover und Bielefeld gegen den Neubau einer Hochgeschwindigkeitstrasse. Auch die Bürgerinitiative Munzel beteiligt sich an dem bundesweiten Aktionstag des Aktionsbündnis Bahn Bürgerinitiativen Deutschland (ABBD).

Symbolischer Protest entlang der L392

Am 14. März stellte die Initiative entlang der Landesstraße L392 zwischen Groß Munzel und Holtensen zahlreiche rote Kreuze auf. Sie markieren symbolisch den Korridor, in dem nach aktuellen Planungen eine neue ICE-Trasse verlaufen könnte.

Nach Angaben der Initiative sollen die Kreuze auf mögliche Auswirkungen der geplanten Strecke aufmerksam machen. Befürchtet werden Eingriffe in Landschaft und Natur sowie Belastungen für die betroffenen Gemeinden.

Teil einer bundesweiten Protestbewegung

Mit der Aktion schloss sich die Bürgerinitiative einer bundesweiten Bewegung an. Im Aktionsbündnis Bahn Bürgerinitiativen Deutschland haben sich zahlreiche Initiativen zusammengeschlossen, die sich für eine stärker bürgerorientierte Bahnpolitik einsetzen.

Das Bündnis fordert unter anderem mehr Bürgerbeteiligung bei großen Infrastrukturprojekten sowie eine Verkehrspolitik, die den Schutz von Mensch, Natur und Klima stärker berücksichtigt.

Gemeinden fordern Ausbau statt Neubau

Die Bürgerinitiative Munzel unterstützt zudem eine länderübergreifende Korridorgemeinschaft von zehn Kommunen, die sich gegen eine neue ICE-Strecke zwischen Hannover und Bielefeld ausgesprochen haben. Auch Barsinghausen gehört dieser Initiative an.

Die beteiligten Gemeinden sprechen sich dafür aus, die bestehenden Bahnstrecken auszubauen, statt eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse durch bislang unberührte Räume zu bauen.

Mit den roten Kreuzen entlang des möglichen Trassenverlaufs wollen die Initiativen deutlich machen, welche Regionen von den aktuellen Planungen betroffen sein könnten – und zugleich ein Signal an Politik und Bahn senden, stärker auf Dialog und nachhaltige Lösungen zu setzen.