Hannover/Barsinghausen. Vor dem Landgericht Hannover hat am Mittwoch der Prozess gegen einen 39-Jährigen begonnen. Die Anklage lautet auf schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes. Über den Fall berichteten zunächst die Hannoversche Allgemeine Zeitung und der NDR.
Laut Anklage soll der Angeklagte das zwölfjährige Mädchen vor drei Jahren über den Messenger-Dienst Snapchat kontaktiert und mit dem Versprechen mehrerer Schachteln Zigaretten zu einem nächtlichen Treffen auf einem Spielplatz in Barsinghausen gelockt haben. Dort soll es zu dem Übergriff gekommen sein.
Den Medienberichten nach räumte der Angeklagtezum Prozessauftakt einen sexuellen Kontakt mit dem Mädchen ein, gab jedoch an, er sei davon ausgegangen, dass es bereits 15 Jahre alt war. Den Besitz kinderpornografischer Dateien gestand er ebenfalls. Die Jugendkammer stellte daraufhin im Rahmen eines Verständigungsvorschlags eine Bewährungsstrafe zwischen acht und elf Monaten in Aussicht. Die Staatsanwaltschaft hielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr für angemessen, die Verteidigung plädierte für eine Bewährungsstrafe unter einem Jahr. Die Plädoyers und das Urteil sind für Freitag geplant.

