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Rauch in der Kita: Kinder und Feuerwehr proben gemeinsam den Ernstfall

Quelle: Stadtfeuerwehr Barsinghausen.

Wichtringhausen. Dichter Rauch zieht durch die Flure der Kindertagesstätte Rasselbande, Rauchwarnmelder schlagen Alarm und mehrere Kinder gelten als vermisst. Glücklicherweise handelte es sich dabei nicht um einen echten Notfall, sondern um eine realitätsnahe Einsatzübung der Ortsfeuerwehren Wichtringhausen und Hohenbostel.

Evakuierung und Notruf funktionieren reibungslos

Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatten die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern das richtige Verhalten im Brandfall geübt. Nach dem Auslösen der Rauchwarnmelder wurde das Gebäude geordnet verlassen, die Kinder am Sammelplatz betreut und ein Notruf abgesetzt. Daraufhin alarmierte die Regionsleitstelle Hannover die Feuerwehren.

Mit insgesamt zwölf Einsatzkräften rückten die Ortsfeuerwehren Wichtringhausen und Hohenbostel zur Übung aus. Zwei Atemschutztrupps gingen gleichzeitig zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das mit Disconebel verrauchte Gebäude vor. Mehrere Kinder galten nach Angaben der Kita-Leitung als vermisst und mussten von der Feuerwehr gesucht werden. Anschließend wurden sie über ein Fenster und eine Steckleiter ins Freie gerettet. Am Sammelplatz wurden die geretteten Kinder jedes Mal von ihren Kita-Freunden mit großem Jubel empfangen – ein besonderer Moment für alle Beteiligten.

Gebäude wird entraucht

Nach Abschluss der Menschenrettung wurde das Gebäude mit einem Überdrucklüfter der Ortsfeuerwehr Hohenbostel entraucht. So konnte der eingesetzte Disconebel schnell aus den Räumen entfernt werden.

Kinder entdecken die Feuerwehr aus nächster Nähe

Im Anschluss an die Übung hatten die Kinder die Möglichkeit, die Ausrüstung der Atemschutzgeräteträger aus nächster Nähe kennenzulernen. Die Feuerwehr erklärte, warum Einsatzkräfte Atemschutz tragen und wie die Technik funktioniert. Besonders beliebt war das Anprobieren eines echten Feuerwehrhelms. Anschließend konnten die Kinder die drei eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge erkunden und gemeinsam mit den Feuerwehrleuten ein Erinnerungsfoto vor dem Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Wichtringhausen machen.

Unterstützung auch hinter den Kulissen

Auch im Hintergrund war Unterstützung gefragt: Der hauptamtliche Gerätewart der Stadtfeuerwehr kümmerte sich nach der Übung um den Austausch der eingesetzten Atemschutztechnik sowie der Schläuche und transportierte das Material zur Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) nach Ronnenberg. Diese Aufgabe entlastet die ehrenamtlichen Ortsfeuerwehren erheblich. Früher mussten die Einsatzfahrzeuge häufig selbst zur FTZ fahren, was oftmals nur möglich war, wenn Einsatzkräfte ihre Arbeitszeit unterbrechen oder sich freinehmen konnten.

Hohe Temperaturen machen Übung zusätzlich anspruchsvoll

Gerade bei den derzeit sommerlichen Temperaturen wurde während der Übung deutlich, welchen körperlichen Belastungen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner – insbesondere unter Atemschutz – ausgesetzt sind. Trotz der Hitze müssen sie mit kompletter Schutzausrüstung und zusätzlichem Atemschutzgerät Menschen retten und Brände bekämpfen. Solche Übungen sind deshalb unverzichtbar, um im Ernstfall schnell, sicher und routiniert helfen zu können.

Die Feuerwehr bedankt sich bei der Leitung sowie dem gesamten Team der Kita Rasselbande für die gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, den Ernstfall gemeinsam mit den Kindern unter realistischen Bedingungen zu üben.