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Ronnenberg erhält 8,75 Millionen Euro aus Bundes-Sondervermögen

Ronnenberg. Die Stadt Ronnenberg erhält aus dem Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ insgesamt 8.752.735 Euro. Das Land Niedersachsen gibt 4,7 Milliarden Euro aus diesem Sondervermögen direkt und pauschal an seine Kommunen weiter. Den größten Anteil in der Region erhält die Region Hannover mit rund 255 Millionen Euro. Die Zuweisung an Ronnenberg richtet sich nach Einwohnerzahl und dem Anteil der Schlüsselzuweisungen im kommunalen Finanzausgleich.

„Das ist eine außergewöhnliche Chance für Ronnenberg. Mit diesen Mitteln können wir Investitionen angehen, die wir aus eigener Kraft angesichts unserer angespannten Haushaltslage kaum stemmen könnten. Wir werden die Gelder gezielt und verantwortungsvoll einsetzen, um unsere Infrastruktur für die Zukunft fit zu machen“, so Marlo Kratzke, Bürgermeister der Stadt Ronnenberg.

Ein besonderer Vorteil des Programms ist die Flexibilität: Die Kommunen entscheiden selbst, in welche Projekte sie investieren. Das Land macht keine inhaltlichen Vorgaben. Die Mittel können für Vorhaben eingesetzt werden, die ab dem 1. Januar 2025 begonnen wurden und bis zum 31. Dezember 2042 abgeschlossen werden.

Die Stadt Ronnenberg hat die Zuwendung bereits im Haushalt 2026 berücksichtigt. Kurzfristig sollen die Mittel für den Neu- und Umbau der Grundschulen im Stadtgebiet eingesetzt werden, konkret für die Theodor-Heuss-Schule, die Grundschule Ronnenberg, die Grundschule Weetzen und die Grundschule Benthe. Das reduziert die notwendige Kreditaufnahme und entlastet damit den städtischen Haushalt spürbar. Über die weitere Verwendung der Mittel wird im Rahmen der Haushaltsberatungen für den Haushalt 2027 in den zuständigen Ausschüssen und anschließend im Rat beraten und entschieden.

„8,75 Millionen Euro sind für eine Stadt unserer Größe ein erheblicher Betrag. Dass wir diese Mittel für den Neu- und Umbau unserer Grundschulen einsetzen können, ist ein wichtiger Schritt. Das Sondervermögen gibt uns die Planungssicherheit, die wir für Vorhaben dieser Größenordnung brauchen, und hilft uns gleichzeitig, die Kreditaufnahme zu reduzieren“, sagt dazu Frank Schulz, Stadtkämmerer der Stadt Ronnenberg.

Der entsprechende Gesetzentwurf, das Nds. Kommunalinfrastrukturfördergesetz (NKomInfraFöG), befindet sich derzeit im Verfahren und soll im Herbst vom Niedersächsischen Landtag beschlossen werden.