Barsinghausen. Am 13. September 2026 findet in Niedersachsen die Kommunalwahl statt. In vielen Städten und Gemeinden werden dabei nicht nur die Mitglieder der Räte neu gewählt, sondern auch die Bürgermeister - direkt gewählt von den Bürgern. So auch in Barsinghausen. Die Redaktion hat den Kandidaten auf den Zahn gefühlt. Heute Teil 3 von 6.
Die Bürgermeisterwahl gilt als besonders wichtig, weil das Stadtoberhaupt maßgeblich die Verwaltung leitet, politische Entscheidungen vorbereitet und die Stadt nach außen vertritt. Bei der Bürgermeisterwahl haben Bürger genau eine Stimme, mit der sie direkt eine Kandidatin oder einen Kandidaten wählen. Erhält niemand im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, kann es zu einer Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern kommen.
Amtsinhaber Henning Schünhof (SPD) hat bereits seinen Wunsch zu einer erneuten Kandidatur bekundet und soll bei Aufstellungsversammlung des SPD-Ortsvereins am 12. Juni offiziell als Kandidat gewählt werden.
Die Barsinghäuser Grünen schicken Dorota Szymanska ins Rennen um die Verwaltungsspitze. Sie will unter anderem neue Akzente in den Bereichen Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung setzen.
Thomas Wolf, derzeit Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg und ehemaliger Erster Stadtrat von Barsinghausen, tritt als parteiunabhängiger Kandidat mit Unterstützung von CDU und FDP an.
Für die Bürger bietet die Wahl die Möglichkeit, direkt Einfluss darauf zu nehmen, wer in den kommenden Jahren die Geschicke der Stadt lenkt. Ein Überblick über die Kandidaten sowie ihre Ziele, politischen Schwerpunkte und ihre Motivation zur Kandidatur zeigt, welche Themen den Wahlkampf in Barsinghausen prägen dürften.
Die Redaktion hat den Kandidaten mehrere Fragen gestellt. Jeden Tag wird eine Frage von den Kandidaten beantwortet, sodass die Antworten direkt verglichen werden können.
Was würden Sie sofort ändern, wenn es möglich wäre?
Thomas Wolf (59), parteiunabhängig
„Ganz klar: den ersten Eindruck. Wer nach Barsinghausen kommt, sieht an vielen Stellen zuerst kaputte Straßen. Das passt nicht zu dem, was unsere Stadt eigentlich ist. Hier müssen wir schnell und sichtbar besser werden. Genauso wichtig ist mir aber etwas anderes: Vertrauen zurückgewinnen. Viele Menschen haben das Gefühl, dass Politik zu oft über ihre Köpfe hinweg passiert. Das will ich ändern. Mit regelmäßigen Bürgerforen, klaren Beteiligungsformaten und echter Transparenz.“
Henning Schünhof (58), SPD
„Wenn es in meinen Möglichkeiten läge, die finanziellen Rahmenbedingungen, die allzu oft durch Bund und Land bestimmt werden, dahingehend zu verbessern, dass uns auf getragen Aufgaben auch auskömmlich finanziert werden. Um dann mit den freiwerdenden Mitteln den von mir eingeschlagenen Kurs, den Investitionsstau der letzten Jahre und Jahrzehnte weiter konsequent und nachhaltig abzubauen, beibehalten und ausbauen zu können.“
Dorota Szymanska (60), Grüne
„Gerade weil mir diese Stadt so am Herzen liegt, will ich sie aktiv gestalten. Ich möchte, dass Barsing hausen ein Ort bleibt – und noch mehr wird – an dem alle Menschen respektvoll und sicher miteinander leben. Deshalb setze ich mich für einen verbindlichen Aktionsplan gegen antidemokratische, rassistische, antisemitische und andere menschenfeindliche Tendenzen ein. Gleichzeitig brauchen wir dringend mehr bezahlbaren Wohnraum mit ökologischen Standards sowie eine verlässliche und bedarfsgerechte Kinderbetreuung.“
Morgen wird es die nächste Frage und die Antworten der Kandidaten geben.

