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Seit 2011 im Wandel: So entwickelt sich Gehrdens Innenstadt - Parkdeck als Zukunftsidee

v.l.: Bürgermeister Malte Losert, Christina Unselt (Stadt Gehrden), Tilman Kuban und Kai Schönwald und Mark-Erich Volker von der CDU Gehrden.

Gehrden. Die Stadt Gehrden treibt seit 2011 die Sanierung und Weiterentwicklung ihrer Innenstadt voran. Zahlreiche Projekte wurden in den vergangenen Jahren umgesetzt – von der Neugestaltung öffentlicher Bereiche bis hin zu Maßnahmen der energetischen Stadtentwicklung. Gemeinsam mit Bürgermeister Malte Losert informierte sich der Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban über den aktuellen Stand der Stadtentwicklung und die weiteren Planungen.

Bund unterstützt Städte und Gemeinden

Auch in den kommenden Jahren wird der Bund die Entwicklung von Städten und Gemeinden mit einer Gesamtfördersumme von jährlich einer Milliarde Euro unterstützen. Die Förderprogramme sind dabei so angelegt, dass die Kosten jeweils zu einem Drittel von den Kommunen, dem Land Niedersachsen und dem Bund getragen werden.

Mehr als 7,6 Millionen Euro investiert

Seit mittlerweile 15 Jahren laufen die Sanierungsarbeiten in der Gehrdener Innenstadt. Bislang wurden insgesamt 7.661.750,57 Euro investiert. Davon hat die Stadt Gehrden 2.297.261,76 Euro selbst finanziert. In 17 private Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an sogenannten stadtbildprägenden Gebäuden flossen 458.924,14 Euro. 

Weitere Bauabschnitte bereits geplant

Begonnen wurde die Sanierung im Jahr 2011. Inzwischen sind sechs Bauabschnitte von der Nordstraße bis zur Dammstraße abgeschlossen. Als nächstes soll die Hornstraße im Rahmen des siebten Bauabschnitts saniert werden. Die Arbeiten sollen bis Ende 2029 abgeschlossen sein.

Anschließend sind die Bauabschnitte acht und neun vorgesehen. Diese umfassen die Sanierung von Dammtor, Neuer Straße und Hüttenstraße. Zudem ist die Anlage eines neuen Parkplatzes hinter dem Rathaus geplant.

CDU bringt Parkdeck ins Gespräch

Ein wichtiges Thema bleibt die Parkplatzsituation in der Innenstadt. Nach Ansicht der CDU sind hier langfristige Lösungen erforderlich. Der Stadtverband bringt deshalb die Idee eines Parkdecks ins Spiel.

„Hier soll auch der nachhaltige Gedanke bedacht werden und eine Solaranlage installiert werden“, sagte Mark-Erich Volker vom CDU-Stadtverband. „Sinnvoll wäre ein Architekturwettbewerb. Doch wir sind noch ganz am Anfang der Ideenfindung.“

Als mögliche Standorte werden die Hornstraße oder der Bereich am Rathaus genannt. Nach Auffassung der CDU sollten frühzeitig die Weichen für die zukünftige Entwicklung gestellt werden.

Parkraumkonzept soll überarbeitet werden

Bürgermeister Malte Losert bestätigte, dass die Politik bereits einen entsprechenden Auftrag erteilt habe.

„Es gibt den politischen Auftrag, das Parkkonzept zu überarbeiten. Der Druck zu handeln ist da, Details müssen wir jedoch innerhalb des Prozesses klären“, erklärte Losert.

Marktplatz gilt als besonderes Erfolgsprojekt

Für Christina Unselt vom Team Stadtentwicklung und Umwelt zählt der neugestaltete Marktplatz zu den größten Erfolgen der vergangenen Jahre. Dort wurden unter anderem Spielgeräte an der Kirche errichtet, ein Wasserspiel installiert, neue Wege angelegt sowie der Bereich mit den Schweinchen neu gestaltet.

„Das hat ganz sicher zur Belebung des Platzes beigetragen“, sagte Unselt.

Auch das Feedback zur Innenstadt falle insgesamt positiv aus. Dies sei nicht zuletzt auf die intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger während der Planungs- und Umsetzungsphase zurückzuführen.

Blick auf die Zukunft

In den kommenden Jahren richtet sich der Blick unter anderem auf die Entwicklung der Kastanien vor dem Ratskeller. Bereits während der Sanierung wurden dort neue Pflanzstandorte vorbereitet, die derzeit noch unterirdisch angelegt sind. So soll langfristig eine ausreichende Verschattung durch Bäume erhalten bleiben.

Mit den Neubauten des Castrums, der neuen Dreifeldhalle und des Krankenhauses sehen Verwaltung und Politik die Stadt insgesamt gut aufgestellt.

Für das Jahr 2026 steht zunächst der Bereich rund um das Rathaus im Mittelpunkt der weiteren Planungen. Danach soll über die nächsten Schritte der Stadtentwicklung entschieden werden.