Barsinghausen/Goslar. Mit 17 Medaillen in den Jahrgangs- und Juniorenwertungen ist die SGS Barsinghausen von den Landeskurzbahnmeisterschaften in Goslar zurückgekehrt. 13 Schwimmerinnen und Schwimmer gingen am 31. Oktober und 1. November bei 60 Einzelstarts und in sechs Staffeln ins Wasser. Am Ende standen viermal Gold, fünfmal Silber und achtmal Bronze, zwei Finalteilnahmen in der offenen Wertung, 14 persönliche Bestzeiten und ein neuer Stadtrekord in der Lagenstaffel der Frauen.
Den Fortschritt zeigt der Vergleich mit den Landesmeisterschaften 2025 in Hannover: Dort standen elf Medaillen (zweimal Gold, dreimal Silber, sechsmal Bronze) und ein Finale zu Buche.
Drei Titel für Tom Schade, zwei Finals in der offenen Wertung
Erfolgreichster Barsinghäuser war Tom Schade. Er gewann im Jahrgang 2009 alle drei Bruststrecken: die 50 m in 30,03 s, die 100 m in 1:06,31 min und die 200 m in persönlicher Bestzeit von 2:27,47 min. Über 100 m Brust erreichte er zudem das Finale der offenen Wertung und wurde dort Siebter. Ebenfalls im Finale stand Noah Hagemeister (Jahrgang 2008). Er schwamm die 100 m Lagen in 1:01,44 min, knapp vier Sekunden schneller als bei den Landesmeisterschaften vor einem Jahr, und wurde Achter. In der Juniorenwertung holte er dazu dreimal Bronze, über 100 m Lagen, 100 m Rücken und 200 m Rücken.
Alessia Krampen (2009) gewann die 100 m Lagen ihres Jahrgangs und holte Silber über 50 m Rücken sowie Bronze über 100 m Rücken. Das Finale über 50 m Rücken verpasste sie um ganze vier Hundertstelsekunden. Clara Westphale (2009) sicherte sich Silber über 200 m Brust und 400 m Freistil sowie Bronze über 100 m Lagen.
Eine starke Meisterschaft schwamm die Jüngste im Team. Emma Klöber (2012) gewann Silber über 100 und 200 m Brust und Bronze über 50 m Brust. Über 200 m Brust verbesserte sie sich um dreieinhalb Sekunden auf 2:52,49 min. Noelia Krampen (2011) holte Bronze über 50 m Rücken in Bestzeit und über 100 m Rücken. Persönliche Bestzeiten schwammen außerdem Felix Kebeiks über 200 m Schmetterling (2:24,67 min, gut acht Sekunden schneller als vor einem Jahr) und 100 m Schmetterling (1:01,19 min, mehr als vier Sekunden schneller), Jana Frickel über 200 m Schmetterling, 100 m Rücken und 50 m Schmetterling sowie Emilija Petrovic über 50 m Freistil.
Wie groß die Entwicklung im Saisonverlauf ist, zeigen besonders drei Namen. Danesh Yaghobi hatte im vergangenen Jahr eine Pflichtzeit für die Landesmeisterschaften, in diesem Jahr sind es fünf. Damals wurde er 18., jetzt landete er gleich dreimal auf Platz sieben seines Jahrgangs. Yuna Schmidt und Jennifer Busch waren im Vorjahr ohne Landeszeit und haben sich nun jeweils über drei Strecken qualifiziert. Yuna schwamm sich über 200 m Brust bis auf Platz vier ihres Jahrgangs vor.
Stadtrekord für die Lagenstaffel der Frauen
Alle sechs Barsinghäuser Staffeln schwammen in der offenen Wertung unter die besten zehn. Die 4 × 50 m Lagen der Frauen mit Alessia Krampen, Emma Klöber, Jennifer Busch und Kristin Glitz wurde in 2:05,23 min Siebte und verbesserte damit den Barsinghäuser Stadtrekord aus dem Vorjahr um 59 Hundertstel. Die beste Platzierung erreichte die Lagenstaffel der Männer: Noah Hagemeister, Tom Schade, Felix Kebeiks und Danesh Yaghobi wurden in 1:52,71 min Vierte. Das ist umso bemerkenswerter, weil die Herrenstaffeln bei den Landesmeisterschaften oft einen Altersschnitt von deutlich über 23 Jahren haben – das Barsinghäuser Quartett stammt aus den Jahrgängen 2008 und 2009. Vor einem Jahr war dieselbe Besetzung noch Zehnte – in 1:57,04 min, mehr als vier Sekunden langsamer. Die Freistilstaffeln landeten auf den Plätzen sieben (mixed und Frauen) und acht (Männer). Die Mixed-Freistilstaffel verbesserte sich dabei gegenüber dem Vorjahr um fünf Sekunden und sieben Plätze.
Plettenberg als Grundstein, Dank an die Förderer
Die Grundlage für das Wochenende legte das Trainingslager in Plettenberg in den Herbstferien. Vom 17. bis 24. Oktober absolvierten 16 Sportlerinnen und Sportler zwölf Wassereinheiten mit zusammen fast 30 Kilometern, dazu Krafttraining, Tests und Videoanalysen. Gezielt wurden Renntempo, Starts, Wenden und die Technik jeder einzelnen Lage bearbeitet. In der Woche vor Goslar wurde der Umfang dann deutlich zurückgenommen.
„Plettenberg war eine super Vorbereitung. Die Mannschaft hat dort sehr konzentriert gearbeitet, und das hat man in Goslar gesehen“, sagt Cheftrainer Dennis Yaghobi. „Mein besonderer Dank gilt dem Förderverein des SCB und dem SCB selbst. Ohne ihre Förderung wären das Trainingslager und diese Entwicklung unserer Sportlerinnen und Sportler nicht möglich.“
Als Nächstes stehen am 14. und 15. November die Landesjahrgangsmeisterschaften in Hannover an. Dort geht die SGS Barsinghausen mit neun Sportlerinnen und Sportlern der Jahrgänge 2013 bis 2016 aus mehreren Trainingsgruppen an den Start: 30 Einzelstarts sowie die Freistil- und die Lagenstaffel. Die meisten Starts haben Philippa Mae Leute (acht), Cara Bittner und Ben Gierl (je sechs). Außerdem sind Max Marchefka, Kara Lani Knust, Antonino Reina und Thorge D. gemeldet, Milla Stryk und Sophia Tischmann schwimmen in den Staffeln.

