Barsinghausen. Die CDU-Ratsfraktion in Barsinghausen hat beantragt, zu prüfen, ob die Lisa-Tetzner-Schule (LTS) dauerhaft in das Gebäude der ehemaligen Bert-Brecht-Schule (BBS) verlegt werden kann. Ziel des Antrags ist es, die hohen Sanierungskosten am Schulzentrum Spalterhals zu reduzieren und langfristig eine wirtschaftlich tragfähige Lösung für die Schulstandorte zu finden. Nach einer kritischen Stellungnahme der Schulleitung der LTS hat sich nun auch die SPD Barsinghausen zu dem Vorstoß geäußert.
SPD weist CDU-Vorschlag zurück
Die SPD-Fraktion bezeichnet den Antrag als „abwegigen Vorschlag“ und betont, dass der Rat bereits im Juni des vergangenen Jahres mit großer Mehrheit – gegen die Stimmen der CDU – ein umfassendes Sanierungskonzept für das Schulzentrum beschlossen habe. Dieses sei nach jahrelanger Planung und unter intensiver Beteiligung von Schulleitungen, Lehrkräften sowie Schülern entstanden.
Das Konzept sehe unter anderem Lernlandschaften, Clusterstrukturen sowie eine gemeinsame Mitte mit Aula, Mensa und Aufenthaltsbereichen vor, um flexibles Lernen und Gemeinschaft zu fördern.
Standort BBS nur als Interimslösung geeignet
Aus Sicht der SPD sei der Standort der ehemaligen Bert-Brecht-Schule lediglich als Übergangslösung während der Bauphase vertretbar. Für einen dauerhaften Schulbetrieb fehle es dort an wesentlichen Voraussetzungen, darunter ausreichend geeignete Unterrichtsräume, Fachräume, eine Mensa, Sporthallenkapazitäten, Parkplätze und Bushaltestellen. Zudem sei das Gelände zu klein, und es könnten zusätzliche bauliche Eingriffe erforderlich werden.
Die SPD betont, dass eine dauerhafte Verlagerung weder pädagogisch noch organisatorisch oder baulich realisierbar sei und auch keine Kosteneinsparungen erwarten lasse.
Festhalten am Gesamtkonzept für das Schulzentrum
Die SPD-Fraktion spricht sich weiterhin für die im vergangenen Jahr beschlossene Gesamtplanung aus. Ziel sei es, die Synergien zwischen der Lisa-Tetzner-Schule und dem Hannah-Arendt-Gymnasium zu nutzen und einen gemeinsamen Schulstandort zu erhalten.
Einen dritten dauerhaften Schulstandort lehnt die SPD ab. Der CDU-Antrag soll daher im zuständigen Gremium abgelehnt werden.
Kritik am politischen Signal
Die SPD sieht in dem Vorstoß zudem ein problematisches Signal an die Schulgemeinschaft. Die Beteiligung von Schülern an der Planung dürfe nicht durch spätere politische Richtungsänderungen ohne pädagogische Grundlage entwertet werden.
Abschließend kündigt die SPD an, sich im anstehenden Kommunalwahlkampf für „zukunftssichere Investitionen in die Barsinghäuser Schullandschaft“ einsetzen zu wollen.

