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SPD und Grüne in Laatzen einigen sich auf gemeinsame Ziele für 2026 bis 2031

Rathaus Laatzen.

Laatzen. SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen im Rat der Stadt Laatzen in der kommenden Wahlperiode zusammenarbeiten. Nach Sondierungsgesprächen haben sich beide Parteien auf Grundlagen und Schwerpunkte verständigt. Als Leitsatz haben sie „Laatzen gemeinsam gestalten. Sozial. Nachhaltig. Zukunftsfähig.“ gewählt.

Über 14 Stunden Gespräche

Die beiden Verhandlungsteams haben nach eigenen Angaben mehr als 14 Stunden lang über die politischen Herausforderungen der kommenden Jahre gesprochen. Für die SPD nahmen Katrin Benke, Silke Rehmert und Patrick Mewes teil, für die Grünen Edda Klukkert, Udo Hetmeier und Hayat Hajjali.

SPD-Vorsitzender Patrick Mewes sagte, die Gespräche seien von gegenseitigem Respekt und Offenheit geprägt gewesen. Es sei dabei nicht nur um Inhalte gegangen, sondern auch darum, wie eine verlässliche und transparente Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Edda Klukkert (Grüne) betonte, durch den ausführlichen Austausch sei auf beiden Seiten Vertrauen gewachsen.

Schwerpunkte: Bildung, Betreuung und Stadtteile

Zu den gemeinsamen Schwerpunkten zählen Bildung, Betreuung und Jugendbeteiligung sowie der soziale Zusammenhalt in den Stadtteilen. Das Ganztagsangebot an den Grundschulen soll verlässlich weiterentwickelt, eine Erweiterung der Kita-Betreuungszeiten geprüft werden. Der Jugendbeirat soll bei Planungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, frühzeitig und verbindlich beteiligt werden. „Für Eltern muss verlässlich planbar sein, wie ihre Kinder betreut werden“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Rehmert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aufenthaltsqualität in allen Stadtteilen. Öffentliche Räume sollen stärker als Orte der Begegnung, Bewegung und Erholung gestaltet werden, etwa durch naturnahe Grünflächen, Schatten, sichere Wege und Sitzgelegenheiten. Bis Ende 2027 soll dem Rat ein Klimaanpassungskonzept mit Maßnahmen gegen Hitze und Starkregen zur Entscheidung vorliegen. Hayat Hajjali, Orts- und Fraktionsvorsitzende der Grünen, sagte, ein schattiger Platz oder ein sicherer Schulweg mache im Alltag einen Unterschied.

Wohnen, Verkehr und Verwaltung

Weitere Ziele sind bezahlbarer und bedarfsgerechter Wohnraum, der Ausbau sicherer Radwege und eine moderne, bürgernahe Verwaltung. Gegenüber der Region Hannover und den Verkehrsunternehmen wollen sich beide Parteien für eine innerstädtische Ringbuslinie und eine bessere Anbindung von Ingeln-Oesselse und Kronsrode einsetzen. Die Einwohnerinnen und Einwohner sollen früher und verbindlicher an Entscheidungen beteiligt werden, wobei nachvollziehbar sein soll, wie ihre Anregungen berücksichtigt werden. Als Orientierung dienen die Grundsätze der Neuen Leipzig-Charta.

Konkretisierung in den ersten 100 Tagen

Beide Parteien haben auch Regeln für die Zusammenarbeit vereinbart, darunter abgestimmte Initiativen, regelmäßige Gespräche mit dem Bürgermeister und transparente Entscheidungswege. Innerhalb der ersten 100 Tage der Wahlperiode sollen die Ziele in einem gemeinsamen Maßnahmenkonzept mit Prioritäten, Zuständigkeiten, Zeiträumen und Ressourcenbedarf konkretisiert werden. Die Umsetzung soll jährlich überprüft und in einem Bericht dokumentiert werden.

Annäherung an die Linke

Auf Grundlage der Verständigung wollen SPD und Grüne auch die Zusammenarbeit mit der Fraktion DIE LINKE im Rahmen einer Assoziierung angehen. Die Linke bleibt eine eigenständige Fraktion und wird nicht Teil der SPD-Grünen-Gruppe. Angestrebt werden jedoch gemeinsame Positionen und ein abgestimmtes Abstimmungsverhalten, um tragfähige Mehrheiten zu gewinnen.