Hannover/Barsinghausen. In der Nacht zum Montag ist es in Barsinghausen in der Rehrbrinkstraße zu einem Tötungsdelikt gekommen. Ein 49-jähriger Familienvater soll seine 38-jährige Partnerin getötet und die 13-jährige Tochter lebensgefährlich verletzt haben. Die fünffache Mutter verstarb noch vor Ort. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Am Dienstag wurde der dringend tatverdächtige Mann einem Haftrichter vorgeführt. Auf Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Hannover erklärte Erster Staatsanwalt Oliver Eisenhauer, dass sich der 49-Jährige vor dem Haftrichter lediglich dahingehend geäußert habe, dass er sich nicht an die Tat erinnern könne. Derzeit sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Vorbestraft sei der Mann nicht. Medienberichten zufolge war die Familie im Jahr 2022 aus Afghanistan nach Deutschland gekommen.
Allerdings habe es laut Staatsanwaltschaft bereits im November des vergangenen Jahres einen Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt gegeben. Die Frau suchte daraufhin Schutz in einem Frauenhaus, kehrte später jedoch wieder in die gemeinsame Wohnung zurück. Die Polizei habe mehrfach sogenannte Gefährderansprachen durchgeführt. Dabei soll die Ehefrau angegeben haben, dass sich die Situation zuletzt verbessert habe und es keine Gewalt mehr gegeben hat.
Nun ist die fünffache Mutter tot. Die Obduktion ergab, dass sie schwere Kopfverletzungen erlitt und an einem Schädel-Hirn-Trauma verstarb. Auch die 13-jährige Tochter erlitt schwere Kopfverletzungen und schwebt weiterhin in Lebensgefahr.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde mutmaßlich ein Hammer als Tatwaffe eingesetzt. Laut Staatsanwalt Eisenhauer wurde ein entsprechendes Werkzeug am Tatort sichergestellt.
Die Ermittlungen dauern weiterhin an, zudem sollen weitere Zeugen vernommen werden.

