Bredenbeck. Wie groß der Rückhalt im Ort für die Bredenbecker Feuerwehr ist, zeigte sich in der kurzfristigen Verlegung des Veranstaltungsortes. Aufgrund der vielen Anmeldungen wurde die Versammlung in die Sporthalle der Grundschule verlegt. Bei der Versammlung standen dann die Neuwahlen zum Ortsbrandmeister an. Großes Thema war aber auch der Bau des neuen Feuerwehrhauses..
Ortsbrandmeister Sven Sachse freute sich über 150 Anmeldungen für die Versammlung und dankte allen Unterstützern, die die Verlegung des Veranstaltungsortes in die Sporthalle möglich machten. Er zeigte sich stolz auf die Mitgliederentwicklung. „Wir haben die Marke von 750 Mitgliedern überschritten und haben Zuwächse in allen Abteilungen.“ Daher sei er froh, dass „nur“ 150 Personen gekommen waren.
31 Einsätze im Jahr 2025
Die Ortsfeuerwehr rückte 2025 zu 31 Einsätzen aus. Ein Großteil waren technische Hilfeleistungen, aber auch zu sieben Brandeinsätzen und drei Fehlalarmen rückten die 46 aktiven Einsatzkräfte aus. „Die Anzahl der Einsätze zu hilflosen Personen hat sich erhöht“, so Sachse. „Gerade durch Smartwatches und Ähnliches können heutzutage in Notlagen sogenannte eCalls abgegeben werden. Auch die beiden Brandeinsätze im Deister waren eine Herausforderung.“
Zugführer Michael Hirt berichtete von einem ruhigen Einsatzjahr. Wenn man sich allerdings alles anschaue, dann sehe man schnell, für Ruhe und Erholung war trotz der geringeren Einsatzhäufigkeit keine Zeit vorhanden. Hirt berichtete von diversen Ausbildungsdiensten und Arbeitsgruppen, die sich zur Fahrzeugbeschaffung, dem Neubau des Feuerwehrhauses und der Vorbereitung für das Feuerwehrfest trafen. Dieses soll vom 14. bis 16. August stattfinden. Es wird 140 Jahre Feuerwehr Bredenbeck und 10 Jahre Kinderfeuerwehr Bredenbeck gefeiert. „Feuerwehr ist für uns nicht nur ein Hobby, Feuerwehr ist Teamspirit, Kameradschaft, Bereitschaft Lebenszeit für die Gesellschaft zu opfern, um dann Hilfe leisten zu können, wenn sie gebraucht wird“, so Hirt.
Wahl des Ortsbrandmeisters
Sven Sachse ist seit zwölf Jahren als Ortsbrandmeister im Amt. Dafür dankte Gemeindebrandmeister Jörg Ommen noch einmal. Eigentlich wollte Sachse das Amt nicht länger bekleiden. „Aber der Rückhalt von Kameraden und Familie sowie die Tatsache, dass es sehr viel Spaß macht und ich die angefangenen Projekte gerne noch zu Ende führen würde, lassen mich zu einer Wiederwahl antreten“, so Sachse. Ohne Gegenkandidaten wurde Sachse daher erneut mit großer Mehrheit in das Amt gewählt. Sein Stellvertreter Christof Reichelt dankte Sachse für die gute Zusammenarbeit in den letzten elf Jahren und freute sich auf eine weitere Zusammenarbeit.
Außerdem wurde Inga Focke als Schatzmeisterin im Amt bestätigt. Ann-Kathrin Fabich-Rinker bleibt Schriftführerin.
Sachstand Feuerwehrhaus
Neben den Wahlen war auch der Sachstand zum neuen Feuerwehrhaus ein wichtiger Tagesordnungspunkt. Geplant ist, dass die Ortswehren Bredenbeck und Evestorf sich ein Feuerwehrhaus teilen. Ein Grundstück wurde gegenüber des Baugebiets „Im Bergfelde“ gefunden und gekauft. Auf einer Fläche von rund 10.900 m² wird auf einem Teil des Grundstückes (ca. 9.100 m²) das neue Feuerwehrhaus „Süd“ und eine Zufahrtsstraße mit Anbindung an den Feldweg nach Evestorf (ca. 1800 m²) entstehen.
Aktuell arbeitet laut Sachse die AG Neubau Feuerwehrhaus „Süd“ an einem Konzept bzw. an einem Raumbuch, in dem die Anforderungen an das neue Feuerwehrhaus für die Feuerwehren Bredenbeck und Evestorf aufgelistet sind. Bis große sichtbare Fortschritte zu sehen seien, werde noch Zeit vergehen.
Ehrungen und Übernahmen
Die Beförderungen der aktiven Kameraden werden auf dem Feuerwehrfest im August durchgeführt.
Für 50 Jahre passive Mitgliedschaft wurde Roland Gabrich geehrt.
Von den fördernden Mitgliedern wurde Heinrich Bröder für 60 Jahre geehrt. Für 25 Jahre wurden Thomas Behr, Udo Keese, Cornelia Vogel und Klaus Wegner geehrt.
Marie Müller, Nick Müller und Henry Deitermann wurden von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen.
Anna Barchewitz und Philipp Arkenberg wurden als Neueintritte in der Einsatzabteilung begrüßt.
Nachträglich erhielten einige Kameraden noch die Hochwassermedaille aufgrund ihres Einsatzes beim Weihnachtshochwasser 2023.
Grußworte der Gäste
Bürgermeister Ingo Klokemann zeigte sich beeindruckt von den Berichten der Kameraden. „Dies zeigt, wie viel Arbeit in der Feuerwehr steckt und was abseits der Einsätze alles geleistet wird.“ Klokemann lobte die Jugendarbeit und dankte den Kameraden für ihr ehrenamtliches Engagement. In einer Zeit, in der Menschen über Einsamkeit klagten und die Gesellschaft auseinanderzugehen scheine, sei Feuerwehr ein Garant für ein Miteinander und ein lebendiges Ortsleben.
Ortsbürgermeisterin Marianne Kügler betonte, wie wichtig der Neubau sei, da das alte Feuerwehrhaus den Anforderungen nicht mehr entspreche. Auch für den Katastrophenschutz sei jede Ortswehr wichtig. „Es ist nicht selbstverständlich, so viel Zeit und Arbeit in ein Ehrenamt und die Sicherheit seiner Mitbürger zu stecken.“
Wilhelm Subke, Vorsitzender des Feuerausschusses, erklärte, dass jede Ortswehr erhaltenswert sei. Er brachte auch die Idee ein, vielleicht auch die Ortsfeuerwehr Holtensen mit in das Feuerwehrhaus Bredenbeck und Evestorf aufzunehmen. „Dies wäre ein wirklich starker Südabschnitt und beim Blick auf die Baukosten ein Gedanke wert.“
Der neue Gemeindebrandmeister Jörg Ommen stellte sich und seinen Stellvertreter Michael Hirt noch einmal vor. Er ging unter anderem auf die im letzten Jahr eingeführte neue Feuerwehrverordnung ein, die 2027 auch in der Gemeinde umgesetzt werden soll. Dann werden neue Dienstgrade, aber auch neue Uniformen kommen. „Dies zieht aber nicht unerhebliche Kosten mit sich und muss mit der Gemeinde besprochen werden.“
Zum Abschluss dankte Ortsbrandmeister Sachse allen Mitstreitern und Unterstützern sowie den Familien und den Vertretern aus Verwaltung und Politik. Dann wurde der gesellige Teil der Sitzung eröffnet.

