Wunstorf. Ob Balkon, Vorgarten, Schulhof oder Vereinsgelände: In Wunstorf soll es in diesem Jahr ganz besonders blühen und summen. Die Stadtverwaltung ruft Bürgerinnen und Bürger, Kitas, Schulen, Vereine, Nachbarschaften und Unternehmen dazu auf, sich am bundesweiten Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb („Wir tun was für Bienen!“) zu beteiligen und mit eigenen Pflanzaktionen Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten zu schaffen.
Artenvielfalt in Wunstorfer Gärten: Die Stadt ruft zu bundesweitem Pflanzwettbewerb auf
Wildbienen und viele andere Insekten finden zunehmend weniger Nahrung und Nistplätze. Die Ursachen sind vielfältig: Intensive Flächennutzung, Versiegelung, monotone Bepflanzung, Pestizideinsatz, aber auch veränderte Lebensräume und Witterungsbedingungen in Folge des Klimawandels.
Svenja Puls (Klimaschutzmanagerin der Stadt Wunstorf) und Saskia Behnsen (Fachdienst Stadtgrün) rufen zum Mitmachen auf: „Gemeinsam möchten wir in Wunstorf aktiv werden. Jede naturnah gestaltete Ecke zählt – und oft reichen schon kleine Veränderungen, um viel zu bewirken.“
Beiträge der Stadt zur Artenvielfalt
Die Stadtverwaltung selbst möchte mit gutem Beispiel vorangehen. „Mit der Anlage eines Totholzhaufens auf der im Herbst angelegten Blühwiese an der Kolenfelder Straße wird eine wertvolle Habitatstruktur für Käfer, Wildbienen, Igel und viele weitere Arten geschaffen. Totholz bietet Unterschlupf, Nahrungsquellen und wichtige Überwinterungsmöglichkeiten und leistet damit einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität“, erklärt Saskia Behnsen vom Fachdienst Stadtgrün. Darüber hinaus wurde die Badeinsel in Steinhude von aufkommendem Gehölzbewuchs befreit und ebenfalls durch einen Totholzhaufen ergänzt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Artenvielfalt zu stärken und zugleich die Ausbreitung der Graugänse einzudämmen.
„Mit unseren eigenen Projekten wollen wir zeigen, wie sich kommunale Flächen Schritt für Schritt naturnäher entwickeln lassen“, so Svenja Puls. „Viele Flächen gehören aber den Bürgerinnen und Bürgern – daher freuen wir uns auch über private Beiträge vom Mini-Balkon bis zur großen Gemeinschaftsaktion.“
So funktioniert die Teilnahme
Vom 1. April bis 31. Juli 2026 können Beiträge online eingereicht und bis zum Ende des Zeitraums bearbeitet werden. Mitmachen können Privatpersonen, Familien, Schulen, Kitas, Vereine, Unternehmen sowie Initiativen und Nachbarschaften.
Der konkrete Ablauf ist wie folgt: Fläche auswählen, „Vorher“-Zustand dokumentieren, umgestalten (z. B. heimische, insektenfreundliche Pflanzen setzen und naturnahe Strukturen ergänzen) und alles mit Fotos und Texten im Online-Wettbewerbsportal hochladen.
Wichtig: Die Arbeiten dürfen bereits im Herbst 2025 begonnen worden sein. Preise werden in verschiedenen Kategorien vergeben: Balkone/Terrassen/Dachgärten, Privatgärten (kleiner / größer 500 m²), Firmengärten, Kleingärten, Schul- und Kita-Gärten, kommunale Flächen, Vereinsflächen u. a.
Inspiration in der Stadtbibliothek
Wer sich vor dem Start seiner eigenen Aktion inspirieren lassen oder noch mehr über naturnahes Gärtnern erfahren möchte, findet in der Stadtbibliothek Wunstorf ein eigens eingerichtetes Themenregal zur Artenvielfalt. Dort stehen zwischen dem 07.04. und dem 31.05.2026 Bücher für Groß und Klein bereit – etwa zu insektenfreundlichen Stauden, zur Pflanzenbestimmung und zu weiteren Möglichkeiten, den eigenen Garten oder Balkon naturfreundlich zu gestalten.
Weitere Informationen, Tipps und die Registrierung für den Wettbewerb sind auf der Wettbewerbsseite www.wir-tun-was-fuer-bienen.de zu finden.

