Wunstorf. Am 20. Februar hat Bürgermeister Carsten Piellusch ein Gespräch mit den Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen SPD, CDU, Grüne und AfD sowie dem Ratsmitglied der FDP geführt. Die Freien Wähler haben an dem Termin nicht teilgenommen, teilt die Stadtverwaltung mit.
In dem konstruktiven Austausch habe der Bürgermeister zwei Punkte vorgeschlagen, um einen Kompromiss und die Beauftragung eines Planungsbüros durch den Rat der Stadt Wunstorf am 25.02.206 zu ermöglichen:
1. Finanzielle Unterstützung für die inhabergeführten Innenstadtgeschäfte Vor dem Hintergrund der anstehenden Innenstadtsanierung ab dem Jahr 2028 wurde ausführlich über mögliche Belastungen für die ortsansässigen Händlerinnen und Händler diskutiert. Dabei hat Bürgermeister Carsten Piellusch angekündigt, dass die Verwaltung dem Rat zeitnah einen Vorschlag vorlegen wird, um Händler und Gastronomen, falls diese trotz aller Maßnahmen zur Reduzierung von baustellenbedingten Belastungen in die Gefahr einer Insolvenz geraten sollten, finanziell zu unterstützen.
„Die Bauphase soll nicht dazu führen, dass inhabergeführte Betriebe aus der Innenstadt verschwinden. Hier möchte ich gerne ein Hilfsangebot schaffen“, so Bürgermeister Carsten Piellusch.
2. Vorschlag für einen Ratsbürgerentscheid spätestens nach Leistungsphase 4 Der Rat hat am 25.02.2026 eine Vorlage zur Beauftragung eines Landschaftsplaners mit den Leistungsphasen 1 bis 4 (also bis zur Genehmigungsplanung) zur Beratung und Beschlussfassung auf der Tagesordnung. Eine Beauftragung weiterer Umsetzungsschritte steht nicht zur Entscheidung an und bedürfte einer neuerlichen Befassung des Rates. Seitens des Bürgermeisters wurde in dem interfraktionellen Gespräch das weitere Angebot unterbreitet, spätestens am Ende der Leistungsphase 4 einen Bürgerentscheid über den Rat zu initiieren und die Bürgerinnen und Bürger Wunstorfs über das Ergebnis der dann vorliegenden Feinplanung abstimmen zu lassen.
Bürgermeister Carsten Piellusch betonte dabei: „Es ist aus meiner Sicht entscheidend, dass zum jetzigen Zeitpunkt ein Planungsbüro beauftragt wird und ein detaillierter Plan für die Innenstadtsanierung unter Einbindung von Arbeitskreis Fußgängerzone und Sanierungsbeirat erarbeitet wird. Erst dann gibt es eine Grundlage für eine verantwortungsvolle und demokratische Entscheidung durch die Bürgerschaft.“
Der Bürgermeister dankte den Fraktionen für den sachorientierten Austausch. Mit den politischen Vertretern vereinbarte er, dass diese die beiden Punkte in ihre weiteren Beratungen im Vorfeld der Ratsbeschlussfassung am 25.02.2026 einfließen lassen.

