Wunstorf. Am 13. September 2026 findet die Kommunalwahl statt. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wunstorf, Finia Osterholz, ruft die Wahlberechtigten dazu auf, sich im Vorfeld mit den Programmen und Zielen der Parteien und Kandidierenden auseinanderzusetzen und von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Dabei könne auch ein Blick auf die Themen Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe bei der Wahlentscheidung hilfreich sein.
Die Entscheidungen in den kommunalen Parlamenten wirken sich unmittelbar auf zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens aus. Dazu zählen unter anderem Kinderbetreuung, Mobilität, Wohnraum, Pflegeangebote und die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe.
„Kommunalpolitik prägt viele Bereiche unseres täglichen Lebens. Entscheidungen vor Ort wirken sich unter anderem auf Kinderbetreuung, Mobilität, Wohnraum, Pflegeangebote und die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe aus. Deshalb lohnt es sich, die unterschiedlichen politischen Konzepte miteinander zu vergleichen.“
Gleichstellung als Thema der Kommunalwahl
Nach Angaben der Gleichstellungsbeauftragten betreffen Fragen der Gleichstellung und Teilhabe nicht nur Frauen, sondern die Lebensqualität und Chancengerechtigkeit aller Menschen in Wunstorf.
Dazu gehören beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege, der Schutz vor Gewalt, die Beteiligung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen an politischen Entscheidungen sowie eine Stadtentwicklung, die die Bedürfnisse aller Generationen berücksichtigt.
Wahlprüfsteine sollen Orientierung geben
Der Landesfrauenrat Niedersachsen und die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen haben im Vorfeld der Kommunalwahl 2026 Wahlprüfsteine entwickelt. Dabei handelt es sich um Fragen und Forderungen, mit denen gesellschaftliche Gruppen die Positionen von Parteien und Kandidierenden zu wichtigen Themen sichtbar und vergleichbar machen wollen.
Bei der Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen können unter anderem folgende Fragen helfen:
- Welche Vorstellungen haben die Parteien für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe?
- Welche Maßnahmen schlagen sie zum Schutz vor häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt vor?
- Wie wollen sie Familien, pflegende Angehörige und Berufstätige unterstützen?
- Welche Konzepte gibt es für Mobilität, Wohnen und Sicherheit vor Ort?
- Wie soll die Beteiligung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen an politischen Entscheidungen gestärkt werden?
Aufruf zur Beteiligung an der Kommunalwahl
Die Gleichstellungsbeauftragte Finia Osterholz betont die Bedeutung einer informierten Wahlentscheidung:
„Eine lebendige Demokratie lebt von informierten Entscheidungen. Wer wählen geht, gestaltet die Zukunft unserer Stadt aktiv mit und setzt mit seiner Stimme Schwerpunkte für die kommenden Jahre.“
Sie ermutigt daher alle Wunstorferinnen und Wunstorfer, die Zeit bis zum 13. September zu nutzen, sich über die politischen Positionen zu informieren, diese miteinander zu vergleichen und am Wahltag ihre Stimme abzugeben.

