Wunstorf. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu Fischsterben in einem Nebenkanal in Großenheidorn-Strand. Aus bislang ungeklärten Gründen gelangten größere Fischschwärme aus dem Steinhuder Meer in den Graben (Gewässer III. Ordnung) und verendeten dort auf Grund von Sauerstoffmangel in großer Zahl.
Um dieses wiederkehrende Problem dauerhaft zu lösen, haben im vergangenen Jahr mehrere gemeinsame Gespräche mit der Region Hannover, dem Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, dem Grundstückseigentümer, dem Anglerverband und der Stadt Wunstorf stattgefunden.
Als Ergebnis eines Ortstermines wurde die Installation einer sogenannten „Fischklappe“ beschlossen. Diese spezielle Vorrichtung lässt Wasser aus dem Graben weiterhin ungehindert in das Steinhuder Meer abfließen, verhindert jedoch, dass Fische aus dem Meer in den Graben gelangen. Die Fischklappe wurde an der Einleitestelle im betroffenen Abschnitt bereits eingebaut.
Die Kosten für die notwendige Kunststoffklappe werden von Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser übernommen. Die Stadt Wunstorf finanzierte die Führungsschienen sowie den dazugehörigen Personalaufwand.
Mit der neuen technischen Lösung soll künftig ausgeschlossen werden, dass Fische erneut in den Graben schwimmen und dort verenden. Die Stadt Wunstorf dankt allen beteiligten Institutionen für die konstruktive Zusammenarbeit zum Schutz der regionalen Tierwelt.

