Wunstorf. In den vergangenen Wochen ist es wiederholt zu erheblichen Sachbeschädigungen auf dem Gelände des Bikeparks an der Erich-Kästner-Straße gekommen. Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich bei den Verursachern um eine Gruppe Jugendlicher, die nicht zur Mountainbike-Community gehört.
Auf dem Gelände wurden unter anderem Steine und bereitgestellte Werkzeuge zweckentfremdet und geworfen. Die der Pflege der Strecke dienenden Arbeitsgeräte wurden teils mutwillig zerstört. Zudem wurden Hinweisschilder aus dem Boden gerissen, beschädigt und in angrenzende Gebüsche geworfen. Darüber hinaus wurden die sogenannten „Lines“ widerrechtlich mit E-Scootern befahren, obwohl dies durch entsprechende Beschilderung ausdrücklich untersagt ist.
Auch das Toilettenhäuschen blieb nicht verschont: Nach Aussagen von Anwohnerinnen und Anwohnern wurden auf dem Gelände Böller gezündet. Zudem wurde gegenüber anwesenden Jugendlichen angekündigt, das mobile Toilettenhaus zu sprengen – ein Vorhaben, das offenbar auch versucht wurde. Die entstandenen Schäden wurden dokumentiert und zur Anzeige gebracht.
Besonders hervorzuheben ist das Engagement der lokalen Mountainbike-Community: Vermüllte Flächen wurden von den Nutzerinnen und Nutzern des Parks eigenständig gereinigt und Abfälle ordnungsgemäß entsorgt. Beschädigte Schilder wurden von Jugendlichen aus der Szene zu Hause repariert und wieder aufgestellt. Dieses Verhalten unterstreicht die große Identifikation der Community mit der Anlage und ihren verantwortungsvollen Umgang mit dem Angebot.
Das Ordnungsamt und die Polizei sind über die Vorfälle informiert. Die Stadt verurteilt die mutwilligen Zerstörungen ausdrücklich. Sollte es zu weiteren Vorfällen kommen, sieht sich die Verwaltung gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen unter anderem die Einstellung von Serviceangeboten wie der Bereitstellung von Werkzeugen oder des Toilettenhauses. Zudem können aus Sicherheitsgründen vorübergehende Sperrungen einzelner Streckenabschnitte erforderlich werden, etwa bei beschädigter Infrastruktur oder fehlender Beschilderung.
Die Stadt appelliert an alle Nutzerinnen und Nutzer sowie an die Öffentlichkeit, Hinweise auf Vandalismus umgehend zu melden und die Anlage respektvoll zu behandeln. Der Bikepark stellt ein wichtiges Freizeitangebot dar, dessen Erhalt nur durch den verantwortungsvollen Umgang aller Beteiligten gewährleistet werden kann.




