Barsinghausen. Am 13. September 2026 findet in Niedersachsen die Kommunalwahl statt. In vielen Städten und Gemeinden werden dabei nicht nur die Mitglieder der Räte neu gewählt, sondern auch die Bürgermeister - so auch in Barsinghausen. So würden die Bürgermeisterkandidaten Schünhof, Szymanska oder Wolf die Probleme in Barsinghausen anpacken..
Die kommenden Jahre werden für Barsinghausen spannend. Im Rahmen unserer Serie zur Bürgermeisterwahl haben wir die Kandidaten mit zentralen Zukunftsfragen für Barsinghausen konfrontiert.
Amtsinhaber Henning Schünhof wurde jüngst erneut von der SPD als Bürgermeisterkandidat gewählt. Er möchte in seiner zweiten Amtszeit angestoßene Projekte weiterführen und zu einem guten Ende bringen.
Dorota Szymanska geht für Bündnis90/ Die Grünen ins Rennen um die Verwaltungsspitze. Sie will unter anderem neue Akzente in den Bereichen Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung setzen.
Thomas Wolf, derzeit Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg und ehemaliger Erster Stadtrat von Barsinghausen, ist Mitglied der FDP, tritt aber als parteiunabhängiger Kandidat und mit Unterstützung von CDU und FDP an.
Barsinghausen steht vor einem Investitionsbedarf von rund 639 Millionen Euro. Gibt es Projekte, von denen sich Barsinghausen möglicherweise verabschieden muss?
Thomas Wolf (59), parteiunabhängig
"Für mich gilt: Was für die Sicherheit, die Bildung unserer Kinder oder die grundlegende Infrastruktur notwendig ist, hat Vorrang vor Prestigeprojekten. Deshalb gehört auch das Haus am Thie auf den Prüfstand. Ich möchte als Bürgermeister den Eltern nicht erklären müssen, dass Millionen in ein baufälliges Gebäude fließen, während die Sanierung der Toilettenanlagen in den Grundschulen aufgeschoben werden. Wir müssen Prioritäten dort setzen, wo sie den größten Nutzen für die Menschen haben. Angesichts unserer Herausforderungen müssen wir unterscheiden zwischen dem, was wünschenswert ist, und dem, was derzeit notwendig ist."
Dorota Szymanska (61), Grüne
"Die Stadt ist verpflichtet, solide zu wirtschaften. Hier ist die Stadt auf einem guten Weg. Die großen Investitionen, die in den nächsten Jahren zu schultern sind, lassen sich nicht weiter aufschieben, weil sonst auch Kosten steigen. Aber natürlich müssen auch Investitionen überprüft werden, wenn sich zum Beispiel die Rahmenbedingungen verändern."
Henning Schünhof (58), SPD
"Die Prioritätenliste wird häufig missverstanden. Es geht nicht darum, Projekte endgültig zu streichen. Wir haben zunächst einen Zehnjahreszeitraum betrachtet. In diesem Zeitraum können wir etwa die Hälfte - was ein Investitionsrahmen von rund 380 Millionen Euro ist - der Maßnahmen angehen, die andere Hälfte zunächst nicht. Die Liste muss regelmäßig überprüft und angepasst werden. Man braucht auch die Flexibilität, auf neue Entwicklungen reagieren zu können."

