Barsinghausen. Mauern bauen, Brezeln formen und verschiedene Aufgaben selbst ausprobieren: Bei der Ausbildungsmesse 2026 in der Alten Zeche stand das praktische Kennenlernen von Berufen im Mittelpunkt. Rund 700 Schülerinnen und Schüler aus Barsinghausen und der Umgebung informierten sich am Mittwoch über Ausbildungsberufe, Studienmöglichkeiten und berufliche Perspektiven. Organisiert wurde die Messe erneut vom Förderverein Ausbildungsmesse Barsinghausen e. V. und der KGS Barsinghausen.
Berufe nicht nur kennenlernen, sondern ausprobieren
An rund 40 Ständen präsentierten Unternehmen, Institutionen und weitere Arbeitgeber aus der Region ihre Angebote. Dabei ging es nicht allein um Informationsmaterial und Gespräche. An vielen Ständen konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden und praktische Aufgaben ausprobieren. So erhielten sie einen unmittelbaren Eindruck davon, welche Tätigkeiten und Fähigkeiten in den unterschiedlichen Berufsfeldern gefragt sind.
„Die Ausbildungsmesse zeigte erneut eindrucksvoll, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in unserer Stadt und der Region sind“, sagte Kristina Weiland-Ehrhardt von der Goetheschule KGS Barsinghausen. Besonders erfreulich sei, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur Informationen sammelten, sondern verschiedene Berufsfelder praktisch kennenlernen konnten.
Auch Max Matthiesen vom Ausbildungsmesseverein hob die Bedeutung der Begegnungen hervor. Sie ermöglichten jungen Menschen, ihre Interessen und Talente zu entdecken, und böten Unternehmen zugleich die Gelegenheit, mögliche zukünftige Nachwuchskräfte kennenzulernen.
Unternehmen suchen Kontakt zu Nachwuchskräften
Für die ausstellenden Betriebe ist die Messe eine wichtige Gelegenheit, mit potenziellen Auszubildenden ins Gespräch zu kommen. Angesichts des Fachkräftebedarfs sei es entscheidend, Jugendlichen frühzeitig konkrete berufliche Perspektiven aufzuzeigen und Unternehmen aus der Region mit möglichen Nachwuchskräften zusammenzubringen, erklärte Wirtschaftsförderer Timo Muchow.
Die Bandbreite der Aussteller reichte von klassischen Handwerksberufen über technische und kaufmännische Ausbildungswege bis hin zu sozialen und öffentlichen Tätigkeitsfeldern. Neben Informationen zu konkreten Ausbildungsstellen konnten die Jugendlichen erste Kontakte zu möglichen Arbeitgebern knüpfen. Daraus können sich beispielsweise Praktika oder Bewerbungsgespräche ergeben.
Zusätzlich wurden auf der Messe kurze Videos zu den Ausbildungsmöglichkeiten an den verschiedenen Ständen produziert. Sie sollen das Informationsangebot auf der Internetseite und dem Instagram-Kanal des Vereins ergänzen.
Stadtverwaltung stellt Ausbildungsangebote vor
Auch die Stadt Barsinghausen war mit einem eigenen Stand vertreten. Sie unterstützt den Ausbildungsmesseverein finanziell und präsentierte zugleich ihre eigenen Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten.
Mit einem Memory-Spiel konnten die Jugendlichen verschiedene Ämter den passenden Tätigkeitsbeschreibungen zuordnen. Darüber hinaus informierte das Team über berufliche Möglichkeiten in der Verwaltung sowie auf dem Bauhof, in der Kläranlage und in den Kindertagesstätten.
Bürgermeister Henning Schünhof dankte den Organisatoren, Ausstellenden und weiteren Beteiligten für ihr Engagement. Er freue sich bereits auf die Fortsetzung der Messe im kommenden Jahr.
Die positive Resonanz von Schülerinnen und Schülern sowie Ausstellenden unterstreicht aus Sicht der Veranstalter den Wert des Formats. Die Ausbildungsmesse habe erneut gezeigt, dass Berufsorientierung besonders dann gelinge, wenn sie anschaulich, unmittelbar und praxisnah vermittelt werde.

