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Prozess wegen mutmaßlichen Betrugs mit Corona-Testzentren beginnt

Symbolfoto.

Hannover. Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Hannover beginnt am Dienstag, 13. Januar 2026, ab 9.30 Uhr die Hauptverhandlung gegen einen 27-jährigen Angeklagten. Ihm wird gewerbsmäßiger Betrug im Zusammenhang mit dem Betrieb mehrerer Corona-Testzentren vorgeworfen.

Nach Angaben der Zentralstelle für Korruptionsstrafsachen der Staatsanwaltschaft Hannover soll der bislang unbestrafte Angeklagte im Zeitraum von März bis Oktober 2022 in insgesamt acht Fällen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) eine deutlich überhöhte Anzahl durchgeführter PoC-Antigen-Tests abgerechnet haben. Betroffen seien Teststationen in den Stadtteilen Ledeburg und Groß-Buchholz sowie drei mobile Teststationen in Hannover, Seelze und Laatzen.

Insgesamt soll der Angeklagte rund 96.702 Tests geltend gemacht haben. Auf dieser Grundlage habe die KVN Auszahlungen in Höhe von insgesamt 968.333,03 Euro geleistet. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft seien davon mindestens 877.058,33 Euro zu Unrecht abgerechnet und ausgezahlt worden.

Für die Verhandlung hat das Gericht neben den üblichen Verfahrensbeteiligten zwei Zeugen geladen.