Wennigsen. Im ersten Wahlgang am 13. September erreichte Ingo Klokemann nach dem vorliegenden Ergebnis 48,98 Prozent der Stimmen und Daniel Stein 40,78 Prozent. Damit kommt es am Sonntag, 27. September, zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten und die Karten werden unabhängig vom ersten Ergebnis gänzlich neu gemischt. Wir werfen einen letzten Blick auf die beiden Kandidaten:
Bei der Stichwahl haben Bürger erneut nur eine Stimme, mit der sie direkt einen Kandidaten wählen. Der Kandidat mit den meisten Stimmen, wird Bürgermeister der Gemeinde Wennigsen.
Amtsinhaber Ingo Klokemann (SPD) ist in Wennigsen aufgewachsen und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern im Ort. Beruflich war er nach seinem Jurastudium beim Deutschen Hörzentrum an der Medizinischen Hochschule Hannover in einer Führungsposition tätig. Politische Erfahrung sammelte der Sozialdemokrat als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und der SPD-Fraktion im Gemeinderat.
Daniel Stein (Wählergruppe Für gesamt Wennigsen!) ist verheiratet und Vater eines Kindes. Er spielte Fußball beim TSV Wennigsen, zudem ist er Mitglied im Vorstand der Fußballsparte. Beruflich begann Stein mit einer Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Anschließend arbeitete er als Recruiter. Seit 2019 ist er bei der Gemeinde Wennigsen tätig, zunächst als Sachbearbeiter im Bürgerbüro. Nach einer Weiterbildung zum Verwaltungswirt im Jahr 2020 übernahm er 2022 die Leitung des Bürgerbüros.
Welche Eigenschaft muss ein guter Bürgermeister für die zukünftigen Aufgaben in der Gemeinde unbedingt haben?
Ingo Klokemann: „Urteilsvermögen. Das entsteht aus Erfahrung, Fachkenntnis und der Fähigkeit, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzuführen. Ein Bürgermeister muss komplexe Themen erfassen und realistisch einschätzen können, was rechtlich, fachlich und finanziell tatsächlich machbar ist. Denn eine schnelle Antwort ist noch keine gute Lösung. Gute Ideen müssen am Ende auch funktionieren. Dazu gehört, zuzuhören und abzuwägen, aber auch zu entscheiden und dafür Verantwortung zu übernehmen.“
Daniel Stein: „Ein guter Bürgermeister muss ansprechbar sein und immer ein offenes Ohr haben. Für die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die Mitarbeitenden. Er muss motivieren, Menschen zusammenbringen und dafür sorgen, dass aus guten Ideen gemeinsames Handeln wird. Denn es geht nicht um einzelne Interessen, sondern um unsere gesamte Gemeinde. Mein Anspruch ist deshalb klar: zuhören, anpacken und alle acht Ortsteile und beide Ortslagen im Blick behalten.“
Wo sehen Sie ungenutztes Potenzial in der Gemeinde?
Daniel Stein: „Ungenutztes Potenzial sehe ich vor allem im Miteinander unserer Gemeinde. In allen acht Ortsteilen, beiden Ortslagen, den Vereinen, dem Ehrenamt, der Wirtschaft und bei vielen engagierten Menschen gibt es gute Ideen und den Willen, etwas zu bewegen. Wir müssen diese Kräfte besser zusammenbringen. Entscheidend sind Information, verlässliche Rückmeldungen und ein direkter Austausch. Wenn alle Beteiligten enger zusammenarbeiten, können wir gemeinsam deutlich mehr für Wennigsen erreichen.
Ingo Klokemann: „Potenzial sehe ich an mehreren Stellen. Wir müssen weitere Wohn- und Gewerbeflächen entwickeln. Besonders wichtig ist für mich aber der große Gemeinschaftsgeist in unserer Gemeinde. Viele Bürgerinnen und Bürger sind bereit, sich mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihren Ideen einzubringen. Gute Erfahrungen haben wir damit zum Beispiel beim Wassermanagement, beim Radverkehr und beim Klimaschutz gemacht. Daran möchte ich weiter anknüpfen und Wennigsen gemeinsam weiterentwickeln.“
Warum sollten die Wennigser gerade Ihnen ihre Stimme geben?
Ingo Klokemann: „Weil mir Wennigsen am Herzen liegt und ich mich hier schon lange engagiere, nicht erst, seit ich Bürgermeister bin. Viele Jahre habe ich mich ehrenamtlich und kommunalpolitisch eingebracht und Verantwortung übernommen. Dazu kommen meine Führungserfahrung, meine juristische Ausbildung und fünf Jahre als Bürgermeister. Ich bin in den laufenden Entwicklungen und Projekten mittendrin und möchte daran mit voller Kraft weiterarbeiten. Und ich habe große Lust, gemeinsam etwas für Wennigsen zu bewegen.“
Daniel Stein: „Wer einen Neustart in der Wennigser Verwaltung möchte, der sollte mir am Sonntag seine Stimme geben. Ich möchte die Verwaltung effizienter aufstellen, den Bürgerservice neu organisieren. Kinderbetreuung wird Chefsache. Ich werde einen Wirtschafts-Dialog initiieren und einen Haushalt für das Jahr 2027 einbringen. Die medizinische Versorgung aller Wennigser liegt mir am Herzen. Darum: Am 27. September Daniel Stein wählen.“
Weitere Fragen an die Kandidaten zu diversen Themen rund um Wennigsen und zu den Vorstellungen der Kandidaten, sind in den bislang zur Kommunalwahl erschienenen Beiträgen unter diesem Beitrag zu finden.

