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Feuerwehrhaus Degersen: Neubau an der Möllerburgkreuzung nimmt Gestalt an

Moderne Technik und mehr Platz: Neubau in Degersen wächst weiter.

Degersen. In wenigen Monaten soll das neue Feuerwehrhaus in Degersen fertiggestellt werden. Ein Besuch auf der Baustelle zeigt: Das Projekt kommt gut voran. Der geplanten Einweihung im Sommer scheint derzeit nichts mehr im Wege zu stehen.

Bereits im August 2025 erfolgte der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Degersen, im Januar 2026 wurde Richtfest gefeiert. Mittlerweile ist die Fassade fertiggestellt, während der Innenausbau auf Hochtouren läuft.

Innenausbau weit fortgeschritten

Die Böden sind größtenteils fertig, teilweise müssen noch Fliesen verlegt werden. Die Wände sind bereits gestrichen und auch die Lüftungsanlage wurde eingebaut.

„Man merkt, es fehlt überall nur noch der letzte Schlag“, erklärte Anette Lerch, Bauamtsleiterin der Gemeinde Wennigsen, bei einem Vor-Ort-Termin. Es sei das erste Mal gewesen, dass die Gemeinde einen Auftrag an einen Totalunternehmer vergeben habe. Mit dem Verlauf der Arbeiten sei man sehr zufrieden.

Auch Bürgermeister Ingo Klokemann zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt: „Es gab Verzögerungen, die aber alle aufgeholt werden konnten, weshalb wir gut im Zeitplan sind.“ Zudem bewege man sich mit Kosten von 5,6 Millionen Euro weiterhin innerhalb des Angebots. Ursprünglich waren rund 6,2 Millionen Euro eingeplant worden.

Arbeiten im Außenbereich laufen

Auf dem Dach wurde bereits die Photovoltaikanlage installiert. Zudem ist die Wasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von fast 80 Kubikmetern fertiggestellt.

Derzeit laufen im Außenbereich noch Kanalarbeiten. Anschließend sollen Parkplätze sowie Grünstreifen mit Bepflanzungen angelegt werden. Teile der Fassade sollen ebenfalls begrünt werden. Zusätzlich ist geplant, ein Feuerwehrlogo an der Außenfassade anzubringen.

Direkte Anbindung an die Möllerburgkreuzung

Eine wichtige Rolle spielt auch die neue Anbindung der Feuerwehrausfahrt an die Möllerburgkreuzung, die derzeit parallel saniert wird. Die Ausfahrt erfolgt künftig direkt auf die Kreuzung. Im Alarmfall kann die Feuerwehr die Ampelanlage auf Rot schalten, um schnell in alle Richtungen ausrücken zu können.

Hohe Anforderungen an Sicherheit und Hygiene

Laut Bauamtsleiterin Lerch wurde das Projekt engmaschig durch die Gemeinde sowie eine externe Fachfirma begleitet. Vor allem die umfangreichen Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse hätten eine intensive Betreuung erforderlich gemacht. „Aufgrund der Vorgaben haben wir nur einen engen Rahmen und Gemeinde und Feuerwehr können nicht bauen, was sie wollen“, sagte Bürgermeister Klokemann. „Aber dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeindefeuerwehr und der Ortsfeuerwehr Degersen erhalten wir hier ein zukunftsfähiges Feuerwehrhaus.“

Die 35 aktiven Mitglieder der Ortsfeuerwehr freuen sich laut Ortsbrandmeister Peter Theesen bereits auf den Umzug. Im bisherigen Feuerwehrhaus müsse das Einsatzfahrzeug zunächst aus der Halle gefahren werden, damit sich die Einsatzkräfte umziehen können.

Im Neubau entstehen dagegen getrennte Sanitär- und Umkleidebereiche für Männer und Frauen. Außerdem können künftig die Vorgaben zur Einsatzhygiene eingehalten werden. Dadurch sollen gesundheitliche Risiken durch Kontaminationen nach Einsätzen reduziert werden.

Feuerwehrhaus für kommende Jahrzehnte ausgelegt

Von den vier Stellplätzen in der Fahrzeughalle werden künftig zwei von der Ortsfeuerwehr Degersen genutzt. Ein Stellplatz ist für die Gemeindefeuerwehr vorgesehen, ein weiterer für ein Fahrzeug des Katastrophenschutzes.

„Wir können auch noch zwei Stellplatzflächen anbauen, sollten sich die Ansprüche der Feuerwehr in Zukunft weiter verändern“, erklärte Gemeindebrandmeister Jörg Ommen, „Damit sind wir hier nicht nur in Degersen zukunftssicher aufgestellt, sondern auch für die gesamte Gemeinde.“

Das neue Feuerwehrhaus soll den Anforderungen der Feuerwehr für viele Jahrzehnte gerecht werden.