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Umbau der Möllerburgkreuzung: Schlussphase mit Vollsperrung beginnt voraussichtlich Anfang August

Archivbild.

Wennigsen. Die Umgestaltung der Möllerburgkreuzung ist eine Maßnahme des Landes Niedersachsen. Sie geht nun in ihre letzte Bauphase, teilte die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage der Redaktion mit. Nach derzeitigem Stand beginnt die hierfür erforderliche Vollsperrung in der ersten Augustwoche und wird voraussichtlich bis zum Ende der 34. Kalenderwoche andauern.

Die Vollsperrung wird damit voraussichtlich nur rund drei Wochen dauern und fällt damit kürzer aus als ursprünglich vorgesehen. Trotz verschiedener zusätzlicher Herausforderungen während der Bauarbeiten liegt die Gesamtmaßnahme nach aktuellem Stand weiterhin im Wesentlichen im vorgesehenen Zeitplan, so die Verwaltung.

Die erste Bauphase mit einer durchgängig befahrbaren Bönnigser Straße war ursprünglich auf rund drei Monate angelegt. Im Verlauf der Arbeiten traten jedoch verschiedene zusätzliche Herausforderungen auf, die zum Teil Umplanungen und Anpassungen des Bauablaufs erforderlich machten. Durch die enge Zusammenarbeit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Bauherrin, der beteiligten Planungsbüros, der Versorgungsträger, der ausführenden Baufirma und der Gemeinde Wennigsen konnten hierfür jedoch fortlaufend Lösungen gefunden werden.

Zu Beginn der Baumaßnahme führten anhaltende Starkregenfälle während der Kanalbauarbeiten zu einer Verzögerung von rund zehn Tagen. Der offene Kanalgraben stand zeitweise vollständig unter Wasser, sodass die Arbeiten unterbrochen werden mussten.

Hinzu kamen umfangreiche und teilweise bis heute andauernde Umverlegungsarbeiten der Versorgungsträger. Insbesondere bislang nicht bekannte Leitungen im Bereich der Fundamente der neuen Lichtsignalanlage machten zusätzliche Abstimmungen und Anpassungen der Ausführungsplanung erforderlich. In der Folge mussten auch die Statiken der Fundamente mehrfach überarbeitet und erneut durch die Prüfstatiker freigegeben werden.

Im Bereich der ehemaligen Abbiegespur von der L390, die zugunsten einer verbesserten Führung des Fuß- und Radverkehrs entfällt, waren zudem deutlich umfangreichere Arbeiten am Regenwasserkanal erforderlich als ursprünglich angenommen. Auch hierfür musste die Planung angepasst werden.

Darüber hinaus wurden beim Ausbau der Fahrbahn stellenweise stärkere Asphalttragschichten vorgefunden, als die zuvor durchgeführten Stichproben erwarten ließen. Da Beprobungen naturgemäß nur einzelne Bereiche erfassen können, war auch hier eine Anpassung des Straßenaufbaus erforderlich.

Erschwert wurden die Arbeiten außerdem dadurch, dass Baustellenabsperrungen wiederholt von Fußgängern, Radfahrern und vereinzelt auch von Kraftfahrzeugen missachtet wurden, sodass zusätzliche Bauzäune errichtet und die Kontrollen des Ordnungsamtes verstärkt werden mussten.

Zusätzlich wurde ein Bagger auf der Baustelle durch Unbekannte beschädigt und fiel dadurch für mehrere Tage aus. Auch dieser ungeplante Ausfall musste im Bauablauf berücksichtigt werden.

Wann immer sich neue Herausforderungen ergaben, wurde gemeinsam geprüft, wie die Arbeiten dennoch möglichst ohne Zeitverlust fortgesetzt werden konnten, erklärt die Gemeindeverwaltung.  So wurden beispielsweise Arbeiten an Geh- und Radwegen sowie weiteren Nebenanlagen vorgezogen, während an anderer Stelle noch Leitungsarbeiten oder Planungsanpassungen liefen. Dieses flexible Vorgehen war ein wesentlicher Grund dafür, dass die Auswirkungen auf den Gesamtzeitplan begrenzt werden konnten.

Mit der Vollsperrung beginnt die zweite und letzte Bauphase. In diesem Zeitraum werden unter anderem der vorhandene Asphalt abgefräst, neue Asphaltdeckschichten eingebaut, die Masten der neuen Lichtsignalanlage aufgestellt und die Fahrbahnmarkierungen hergestellt. Nach derzeitigem Stand soll die Vollsperrung bis zum Ende der 34. Kalenderwoche, also bis etwa zum 23. August, aufgehoben werden. Die Vollsperrung endet nach aktuellem Stand Ende der 34. Kalenderwoche und dauert rund eine Woche kürzer als ursprünglich vorgesehen.

Mit der Aufhebung der Vollsperrung wird die eigentliche Umgestaltung der Möllerburgkreuzung im Wesentlichen abgeschlossen sein.

Aus technischen Gründen folgen anschließend noch einzelne Restarbeiten. So können die vollflächigen Rotmarkierungen der Radverkehrsflächen erst etwa sechs Wochen nach dem Einbau des Asphalts aufgebracht werden. Hierfür wird im Oktober lediglich eine wenige Tage andauernde Teilsperrung erforderlich sein.

Darüber hinaus wird auch der letzte Abschnitt der Danquardstraße zwischen der Verkehrsinsel und der Degerser Linde erneuert. Dieser Bereich war ursprünglich nicht Bestandteil der Maßnahme. Der genaue Zeitpunkt der Ausführung wird derzeit noch abgestimmt.