Ronnenberg. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Ronnenberg wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien.
Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Ronnenberg auch um das Bürgermeisteramt und einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien, die in den Stadtrat wollen, verschiedene Fragen gestellt.
Jeden Werktag wird eine Frage von den Parteien beantwortet, sodass die Antworten direkt verglichen werden können.
Wie kann die Kinderbetreuung verlässlich gesichert werden?
Grüne: „Für eine verlässliche Kinderbetreuung benötigen wir zunächst ausreichend Personal in den Einrichtungen. Dafür müssen wir attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. Denn klar ist: Ronnenberg ist nicht die einzige Kommune, die in diesem Bereich dringend Mitarbeiter benötigt. Zusätzlich müssen wir die Möglichkeiten ausreizen, die uns der Gesetzgeber im Fall von kurzfristigen Personalausfällen bietet."
FDP: „Familien brauchen Verlässlichkeit statt Improvisation. Entscheidend sind ausreichend Fachkräfte, eine vorausschauende Bedarfsplanung und Offenheit gegenüber unterschiedlichen Trägern. Verwaltung und Träger müssen enger zusammenarbeiten, um Ausfälle zu vermeiden. Unser Ziel sind planbare Betreuungszeiten und ausreichend Kita-Plätze in allen Ortsteilen."
AfD: „Verlässlichkeit wird es leider auf absehbare Zeit nicht geben. Die Stadt Ronnenberg ist unter der Rot-Grünen-Politik in eine missliche finanzielle Lage geraten (ca. 300 Mio. Euro Schulden bei rund 77 Mio. Erträgen pro Jahr); seit Juni 2026 haben wir eine Haushaltssperre. Akut gilt es, die Situation zu stabilisieren. Selbst das wird schwer genug. Und wer auch immer jetzt noch etwas „verlässliches“ verspricht, lügt den Wähler an."
SPD: „Die Stadt Ronnenberg verfügt über das Stadtgebiet verteilt über eine ausreichende Anzahl an Kitas. Hierdurch kann der Nachfrage an Betreuungsplätzen zumeist bedarfsgerecht entsprochen werden. Somit haben die Kinder beste Bedingungen zum gemeinsamen entwickeln. Insbesondere auf Betreiben der SPD ist die Stadt zudem bei den meisten Einrichtungen der Träger. In Kombination mit der freiwillig eingeführten Drittkraft in den Gruppen kann daher eine verlässliche Betreuung gewährleistet werden."
CDU: „Gute Kinderbetreuung braucht ausreichend Fachkräfte. Die CDU unterstützt die praxisintegrierte Ausbildung (PiA), die von Beginn an vergütet wird und den Erzieherberuf attraktiver macht. Dieses Modell hat sich bewährt und kann dazu beitragen, langfristig mehr Fachkräfte für Kitas zu gewinnen. Zudem müssen die Arbeitsbedingungen attraktiv bleiben, um Fachkräfte dauerhaft zu halten."

