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Zukunftsräume Niedersachsen: Fast zwei Millionen Euro für mehr Lebensqualität

Zukunftsräume Niedersachsen: Fast zwei Millionen Euro für mehr Lebensqualität.

Hannover. Neun Städte und Gemeinden im Amtsbezirk Leine-Weser erhalten aus dem Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ des Landes fast zwei Millionen Euro zur Verwirklichung ihrer Projektideen für ein gutes Leben vor Ort. Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter überreichte dazu am Freitag im Gehrdener Rathaus Förderbescheide rund um Freizeitangebote für Jung und Alt, modernes Arbeiten und Vernetzung.

„Niedersachsens Regionen stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Mit dem ‚Zukunftsräume‘-Programm geben wir unseren Städten und Gemeinden ein effektives Werkzeug in die Hand, um die passenden Antworten für die Bedarfe vor Ort geben zu können. Über 130 Projekte in neun Antragsrunden mit einem Gesamtvolumen von fast 25 Millionen Euro für mehr Lebensqualität in Niedersachsen unterstreichen Erfolg und Bedeutung des Programms. Und es geht weiter: Künftig wollen wir das Verfahren noch einfacher gestalten und starten im Sommer mit der nächsten Ausschreibung“, sagte die Ministerin.

In der neunten Antragsrunde des Förderprogramms konnten in Niedersachsen insgesamt 40 neue Projekte mit einem Gesamtvolumen von knapp 15 Millionen Euro und einer Gesamtförderung von über 8,6 Millionen Euro bewilligt werden. Damit ist es die umfangreichste und erfolgreichste Runde im siebenjährigen Bestehen des Programms.

Das sind die geförderten Projekte im Amtsbezirk Leine-Weser:

Stadt Sulingen: Co-Working-Space Sulingen

Mit dem neuen Co-Working-Space will sich Sulingen als Wirtschafts- und Lebensstandort zukunftsfähig weiterentwickeln und die Innenstadt stärken. Die Räume bieten Gründern, Start-Ups, Selbstständigen, Studierende, mobil Beschäftigte und Vereine flexible Räume für Arbeit und Austausch. Damit ist es ein Modellprojekt für andere Mittelzentren, das Arbeit, Gründung, Vernetzung und Begegnung vereint (Gesamtkosten: 250.594 Euro, Förderung 150.356 Euro).

Stadt Barsinghausen: Programm-Manager/in

Mit zusätzlichem Personal sollen die vielfältigen Angebote der Barsinghäuser Innenstadt erhalten und ausgebaut werden. Geplant sind Maßnahmen, die das Stadtleben attraktiver machen – mit mehr Aufenthaltsqualität, besserer Vermarktung und Unterstützung der lokalen Akteure bei Digitalisierung und Nachhaltigkeit (Gesamtkosten: 127.153 Euro, Förderung 114.438 Euro).

Stadt Bad Salzdetfurth: Zukunftsfähige Überarbeitung der Adventurgolf-Anlage

Die im Jahr 2014 errichtete Adventuregolf-Anlage soll umfassend mit mehr Grünflächen, Schattenplätze und Wasserbereiche modernisiert und klimafreundlicher gestaltet werden. Besonderer Wert soll dabei auf Barrierefreiheit gelegt werden, damit alle Besucherinnen und Besucher die Anlage gleichermaßen genießen können (Gesamtkosten: 210.400 Euro, Förderung 126.240 Euro).

Stadt Bad Salzdetfurth: Programm-Manager/in

Für die Weiterentwicklung von Tourismus und Gesundheitsangeboten soll eigenes Personal eingesetzt werden, um Projekte zu planen und zu koordinieren, die den Erhalt und Ausbau touristischer Einrichtungen fördern. Dabei geht es auch um die Nutzung von Fördermitteln aus Land, Bund und EU sowie die Zusammenarbeit mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern (Gesamtkosten: 150.000 Euro, Förderung 90.000 Euro).

Stadt Bad Nenndorf: Errichtung eines Jugend- und Bewegungsparks

Das Projekt soll einen attraktiven Treffpunkt für Jugendliche und ältere Kinder schaffen, der Sport, Freizeit und Gemeinschaft miteinander verbindet. So entstehen neue Angebote wie Klettern, Calisthenics, Bouldern und eine Graffitiwand. Der Jugendpark bietet dabei auch jungen Menschen Raum, die keinen Verein angehören. So entsteht ein Ort, an dem sportliche Aktivität und soziales Miteinander zusammenkommen (Gesamtkosten: 1.351.238 Euro, Förderung 300.000 Euro).

Gemeinde Wedemark: Netzwerk Wedemark – Deine digitale Schaltzentrale für alles, was lokal zählt: mehr Wedemark, mehr wir

Das Projekt „NetzWerk Wedemark“ soll die Kommunikation und Beteiligung in der Gemeinde spürbar verbessern. Dafür werden Daten aus Verwaltung, Vereinen, Wirtschaft und Veranstaltungen gebündelt und über eine App sowie digitale Infostelen leicht zugänglich gemacht. So werden mehr Transparenz, (politisches) Engagement und Zusammenhalt in der Bevölkerung unterstützt, auch Unternehmen und Vereine sollen profitieren (Gesamtkosten: 429.000 Euro, Förderung 257.400 Euro).

Stadt Neustadt am Rübenberge: Nachhaltige Weihnachtsbeleuchtung und Deko

Das Projekt soll dauerhaft die Weihnachtsbeleuchtung als wichtigen Bestandteil der Stadtidentität sichern. Geplant ist eine moderne, energieeffiziente LED-Beleuchtung, die sich flexibel und bedarfsgerecht steuern lässt. Gleichzeitig fördert es Klimaschutz und eröffnet neue Möglichkeiten für kulturelle Lichtaktionen in der Zukunft (Gesamtkosten: 279.500 Euro, Förderung 251.550 Euro).

Stadt Gehrden: Bewegungs- und Begegnungspark Levester Straße

Aus der Jugendbeteiligung heraus entstand die Idee, einen Jugendplatz mit Grünanlage als Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen. Geplant sind unter anderem eine BMX- und Skateanlage, ein Spielfeld für Fußball und Basketball sowie gemütliche Sitzbereiche. Dadurch entsteht ein zentraler Ort, an dem Jugendliche aus der ganzen Stadt und Umgebung ihre Freizeit aktiv gestalten können (Gesamtkosten: 751.468 Euro, Förderung 300.000 Euro).

Stadt Bückeburg: Sanierung des Spielplatzes „Am Oberstenhof“

Das Projekt will einen inklusiven Spielplatz schaffen, auf dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen, entdecken und sich entfalten können. Mit barrierefreien Wegen und inklusiven Spielgeräten wird dafür gesorgt, dass alle gleichermaßen teilhaben können. Der Spielplatz soll ein Ort der Begegnung für Kinder, Eltern und alle Generationen werden, das Miteinander fördert, Berührungsängste abbaut und das Verständnis füreinander stärkt. Gleichzeitig verbessert das Vorhaben das Wohnumfeld und macht Bückeburg noch familienfreundlicher (Gesamtkosten: 160.000 Euro, Förderung 96.000 Euro).

Stadt Diepholz: Park der Generationen, Ausbau eines sportlichen Areals für Jugendliche

Mit dem „Park der Generationen“ soll ein Sportareal geschaffen werden, das Menschen unterschiedlicher Kulturen durch gemeinsame Aktivitäten verbindet. Geplant sind ein Basketballfeld, eine Calisthenics-Anlage und eine Pumptrack-Strecke, die unter anderem durch Schülerinnen und Schüler aus den vier umliegenden Grundschulen, weiterführenden Schulen sowie von Studierenden der ansässigen privaten genutzt werden können. So entsteht ein lebendiger Treffpunkt für Bewegung, Begegnung und Miteinander (Gesamtkosten: 843.710 Euro, Förderung 300.000 Euro).

Hintergrund:

Das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ unterstützt niedersächsische Klein- und Mittelstädte sowie Gemeinden und Samtgemeinden mit zentralen Orten in ländlichen Räumen. Diese Zentren übernehmen wichtige Funktionen für ihr Umland – etwa bei der medizinischen Versorgung, dem Einzelhandel oder auch der Kultur. Sie sind wesentliche Motoren der regionalen Entwicklung. Das Programm fördert stadtregionale Kooperationen und Projekte, die zentrale Orte in ländlichen Regionen stärken und deren Entwicklung vorantreiben.